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Title: Engels an Marx, [Manchester, 28. Februar 1851]
Description: Engels rät von einer gerichtlichen Klage Schramms und Piepers wegen des Überfalls auf dem Bankett ab und empfiehlt, sie nur als Drohung zu gebrauchen.
Author: Friedrich Engels
Date: 1851-02-28
URL: https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/originales/1851-02-28%20Engels%20an%20Marx
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*Brief von Friedrich Engels an Karl Marx in London, [Manchester, 28. Februar 1851]. Text nach MEGA¹ III/1, Berlin 1929, Nr. 72, S. 165-166, ohne den Apparat der Herausgeber. [Traducción al español](https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/1851-02-28%20Engels%20a%20Marx).*

Lieber Marx,

Heut morgen erst kam Dein Brief von vorgestern an. Hätte ich diese Details alle schon gestern gehabt, ich hätte dem dear H[arney] noch ganz anders geschrieben. Aber er wird mir schon kommen, und da werd ich’s ihm geben.

Eine gerichtliche Verfolgung dieser Geschichte ernstlich einzuleiten, könnte, glaube ich, nicht viel nutzen. Abgesehn von Harney und Jones und den Chartisten, würde die Geschichte auf gegenseitige Rekriminationen und Anschuldigungen hinauslaufen. Mit Hilfe des ersten besten Advokaten würden die andern dem Schr[amm] und P[ieper] die unverschämtesten Fragen vorlegen lassen, z. B., ob Schr[amm] nicht Kassengelder der Gr[eat] W[indmillstreet] gestohlen usw., die hinreichen würden, um allen Effekt zu verderben, so energisch sie auch zurückgewiesen würden. Die Gegenzeugen würden schwören, Schr[amm] habe das und das gesagt, sie würden auf einige Great Windmillstreetszenen Schr[amm]s zurückkommen und diese ins Kolossale übertreiben, um Schr[amm] als einen disturber of public meetings darzustellen usw., und der magistrate, zu glücklich, die demagogues sich gegenseitig als Schufte traktieren zu sehn, würde alles zulassen, was auf beide Parteien kompromittierenden Schein werfen könnte. Dagegen als Drohung muß Schr[amm] es gebrauchen.

Er gilt ohnehin for a care-the-devil, reckless sort of character, und ihm trauen sie es zu, daß er es bis dahin treibt. Dem Landolphe sollte er Ohrfeigen geben und sich einschießen; der Kerl gerät doch immer in dergleiche Geschichten, und ihm ist das Schießen nötiger als jedem andern.

Der Prozeß würde schließlich mit einer sehr groben Abfertigung des magistrate an beide Parteien endigen, und weiter nichts — besonders da er oben in Islington geführt würde, wo Gott weiß was für alte Esel magistrates sind. Und wenn Landolphe, *Représentant du peuple*, erklärt, Schr[amm] könne nur in der Absicht hingekommen sein, um Skandal zu erregen usw., glaubst Du nicht, daß das schließlich doch auch beim Publikum mehr zieht als Schr[amm]s und P[ieper]s Erklärung? Man könnte mit der Geschichte großen Skandal machen, aber Schr[amm] wäre dem ausgesetzt, daß ein Teil des Skandals auf dem Wege der Insinuation auf ihn zurückfiele.

Und dann wäre die sichre Folge eines solchen Skandals die Einführung einer neuen Fremdenbill, zum Schutz der honetten Reaktionäre, die vom Kontinent für die exhibition kommen.

Warum zum Teufel ging aber Schr[amm], als Landolphe ihn abwies, nicht gleich zu Harney, pour le mettre en cause?

Grade Postzeit. Adieu

Dein F. E.

Freitag.
