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Title: Marx an Engels, [London], 26. August 1857
Description: Marx erklärt Engels, wie er Dana über die Verzögerung der Beiträge für die „New American Cyclopaedia“ hingehalten hat, und klagt, daß seine ökonomische Lage unhaltbar und seine Stellung an der „Tribune“ wacklig geworden ist.
Author: Karl Marx
Date: 1857-08-26
URL: https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/originales/1857-08-26%20Marx%20an%20Engels
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*Brief von Karl Marx an Friedrich Engels in Waterloo bei Liverpool, [London], 26. August 1857. Text nach MEGA¹ III/2, Berlin 1930, Nr. 449, S. 212–213, ohne den Apparat der Herausgeber. [Traducción al español](https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/1857-08-26%20Marx%20a%20Engels).*

26. August 1857.

Lieber Engels,

Einliegend ein billet an Dich von Schramm. Schreib ihm ein paar Worte. Ich glaube nicht, daß viel Hoffnung für ihn übrig ist.

Das Abenteuer von lupus sehr amüsant.

Warum gehst Du nicht nach Hastings, dessen Wirkungen für Dein Gebresten berühmt sind. Es ist das einzig spezifische Bad der Art in England. Die Insel Man, soweit ich die Ehre hatte, sie mit Dir zu sehn — es war allerdings nur ein kleines Stück —, zeichnet sich durch Gestank aus.

Mit dem Dana steht die Sache nicht sehr hübsch. Ich fand es unpassend, Dich während des schlimmen Stadiums Deines Unwohlseins im Detail dieser Angelegenheit zu halten. Es ist schon lange Zeit her, seit Dana mir die einliegende Liste für B schickte (worin nur zwei nicht militärische Artikel: Blum und Bourrienne). Gleichzeitig schrieb er mir, je rascher die Beiträge für die folgenden Bände kämen, desto angenehmer für sie. Ich meinerseits könne immer sofort, nach Einsendung der Artikel, das Honorar erhalten. Was sollte ich da nun tun in einer Zeit, wo die Beiträge für A nicht abgesandt werden konnten, und es Verdacht erregen mußte, wenn ich unter so dringender Aufforderung — und dabei mir so nützlichen Bedingungen — nicht nachkam? Es blieb nichts übrig, als eine Zeitlang gar nicht und dann nur sehr selten, say every fortnight, nach New York zu schreiben, so daß mir immer offen war, mit Schein später behaupten zu können, eigne Krankheit und häusliche troubles hätten mir alles Schreiben sehr schwierig gemacht, wie meine spärliche Korrespondenz auch für die Zeitung bewies. Unter diesen Umständen Deine Liste für B dem Dana zu schicken, wäre quite zweckwidrig gewesen und hätte meine Position noch mehr verfälscht. Unterdes hatte ich auch erfahren, daß Major Ripley jetzt Miteditor der „Tribune“ ist, Dana also im Notfall ein pis aller für die Cyklopädie hatte.

Well; am 24. July schickte ich Deine ersten Sendungen ab. Der August kam heran, und Dein Zustand schien sich wieder verschlimmert zu haben. Am 11. August kam eine weitere Sendung von Dir. Mein Instinkt sagte mir, daß ein Brief von New York nun in Aussicht sei und mich in große Verlegenheit setzen würde, da Deine Krankheit eine rasche Beschleunigung der Arbeit out of question setzte. Um mir also eine Hintertür offen zu halten, schickte ich dem Dana die Lieferung ab, zugleich mit einem Brief, worin ich ihm erstens anzeigte, das bulk der Beiträge sei am 7. August abgegangen (so daß er an Verlieren des Manuskripts denken muß), und ihm zugleich die Zögerung und Verschleppung aus einer Krankheit erklärte, die noch nicht ganz subsided habe. Den Schritt tat ich, weil dadurch für alle Fälle gesorgt war. Kömmt Danas Reklamation (wahrscheinlich Anfang September), so ist das Manuskript für A fertig oder nicht. Im erstern Fall ist es noch für ihn brauchbar oder nicht. Wenn das erstere, so ist nichts verloren. Wenn das zweite, so scheint die Schuld auf die Post zu fallen. Wenn es gar nicht ready war, so war die Täuschung um so nötiger.

Am 17. April erhielt ich den einliegenden Brief von Dana.

Was B angeht, so kann es sich jetzt gar nicht darum handeln, die Liste auszufüllen, sondern sie so rasch wie möglich fertigzumachen. Wenn das nicht möglich ist, muß die ganze Sache aufgegeben werden.

Das Resultat ist, daß meine ökonomische Stellung ganz unhaltbar und selbst meine Stellung an der Tribune wacklig geworden ist.

Sei so gut, mir den Plan von Delhi zurückzuschicken und schreib mir Deine Ansicht über die Indian affaire.

Dein K. M.
