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Title: Marx an Engels, [London], 13. August 1859
Description: Marx erklärt, warum man „Das Volk“ nicht fallen lassen darf, berichtet über Unterschleife der alten Agenten und sucht Geld und einen Dichter für das Blatt.
Author: Karl Marx
Date: 1859-08-13
URL: https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/originales/1859-08-13%20Marx%20an%20Engels
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*Brief von Karl Marx an Friedrich Engels in Manchester, [London], 13. August 1859. Text nach MEGA¹ III/2, Berlin 1930, Nr. 607, S. 414–415, ohne den Apparat der Herausgeber. [Traducción al español](https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/1859-08-13%20Marx%20a%20Engels).*

13. August 1859.

Lieber Engels,

Den einliegenden Wisch erhielt ich Donnerstag nachmittag. Ich eilte also nach der Stadt. Die Sache wurde nur arrangiert, indem ich 4 £ St. aufpumpte von Garthe, die ich *wiederschaffen muß*. Montag schreib’ ich an Borchardt. Das Blatt fallen zu lassen, jetzt, scheint mir aus folgenden Gründen Blödsinn: 1. weil der untergehende „Gottfried“ sich dadurch halten würde; 2. weil mit dem Tode des Königs von Preußen ein Umschwung in Deutschland eintritt, bei dem *wir* ein Blatt haben müssen; 3. weil die Abonnenten wachsen (obgleich pekuniär das *einstweilen* nur schadet, indem es wöchentlich so viel mehr stamps kostet, die Gelder aber erst *Ende des Vierteljahrs* eingehn). Das „Volk“ hat bereits bedeutenden Einfluß in den United States. Z. B. die Vorrede meiner Schrift ist aus dem „Volk“ mit verschiednen Kommentaren in die deutschen Blätter von New England bis Kalifornien übergegangen.

Könntest Du es nicht einrichten, daß Dein Artikel, da er diesmal ganz unabhängig von der „Zeit“, schon Mittwochs hier wäre?

Ist es nicht möglich, durch Deinen Vetter S[iebel] einiges Geld unter deutschen Commis in Manchester aufzutreiben?

Aus Berlin und New York werde ich Geld mit Sicherheit auftreiben. Aber die nächsten sechs bis acht Wochen müssen gedeckt sein.

As to Freiligrath, so komm und try, ob Du ihm einen Shilling abzupressen fähig.

Übrigens, unter uns gesagt, wären wir weiter mit dem Geld gekommen, wenn nicht immer neue Defizits durch neue Diebstähle entständen. Diese aber gehn aus von den alten Agenten. Ich habe alle, die sich kompromittiert *hatten*, von Scherzer an, herausgeworfen. Aber was noch von dem Sauerteig da war, taugte nichts und, wenn diese Knotenlumpen anständig bis dato, machen sie ihr *Exit* mit einer Prellerei. Endlich habe ich *den letzten* herausgeworfen vergangne Woche: Herrn Lange. Es wäre relativ viel leichter gewesen, ein ganz neues Blatt zu stiften, statt, wie Bisk[amp] und Liebknecht taten, ein durch und durch faules Institut, wenn auch nur nominell, *fortzusetzen*.

Einliegend Brief von Dana.

Könnte Dein relative S[iebel], obgleich ich nicht viel auf seine poetry gebe, irgend ein kleines Reimstück für das „Volk“ machen? Aber nur nichts Pathetisches. Um den F[reiligrath] zu pisacken, müssen wir durchaus irgend einen Dichter auftun, und sollten wir ihm selbst die Verse machen.

Salut.

Dein K. M.

Die „Po und Rhein“ nächste Woche.
