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Title: Engels an Marx, Manchester, 28. Oktober 1859
Description: Engels spottet über Blinds „diplomatisches“ Ehrenwort und berichtet von Lupus und einem Literaten, der sich an die Revolution verkaufen wollte.
Author: Friedrich Engels
Date: 1859-10-28
URL: https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/originales/1859-10-28%20Engels%20an%20Marx
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*Brief von Friedrich Engels an Karl Marx in London, Manchester, 28. Oktober 1859. Text nach MEGA¹ III/2, Berlin 1930, Nr. 621, S. 427, ohne den Apparat der Herausgeber. [Traducción al español](https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/1859-10-28%20Engels%20a%20Marx).*

[…]

Die Geschichte mit Blind ist höchst heiter; es ist immer ein besonders angenehmes Schauspiel, wenn die diplomatisierende Klugtuerei sich festreitet. Der Kerl kann furchtbar dabei blamiert werden. Das „Ehrenwort“ hatte er Dir natürlich nur in the diplomatic sense of the word gegeben, gerade wie es keine Beleidigung ist, jemanden einen Schweinhund in a parliamentary sense zu nennen. Diese Bereicherung der Sprache durch Blind ist anzuerkennen. Übrigens wäre es am allerschönsten, wenn sich herausstellte, daß die „Beweise“ des Herr Blind nur auf Renommage beruhten, und ich halte das bei diesem finstern Vaterlandsretter für ganz gut möglich.

Lupus ist in Verzweiflung über die Verschlechterung des bitter beers, die ihn zwingt, Porter und half and half zu trinken; im übrigen befindet er sich ziemlich wohl und lebt nach wie vor in Chatsworth.

Neulich bekam Siebel einen Brief von einem lächerlichen deutschen Literaten, der sich aus Geldmangel an die Revolution verkaufen wollte und ihn bat, das Geschäft zu vermitteln, ich sollte den Ankauf machen. Er drohte dabei, wenn die Revolution ihn nicht kaufen wolle, so werde er sich den Jesuiten in die Arme werfen. Diese nehmen ihn aber gratis nicht, denn daß der Kerl ein kolossales Rindvieh ist, brauch ich Dir nicht erst zu sagen.

Grüße Deine Frau und Kinder herzlich.

Dein F. E.

Manchester, 28. Oktober 1859.
