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Title: Marx an Engels, [London], 13. Februar 1860
Description: Marx hat Vogts Buch erhalten, reicht durch Justizrat Weber in Berlin die Verleumdungsklage gegen die National-Zeitung ein und kündigt seine Reise nach Manchester an.
Author: Karl Marx
Date: 1860-02-13
URL: https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/originales/1860-02-13%20Marx%20an%20Engels
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*Brief von Karl Marx an Friedrich Engels in Manchester, [London], 13. Februar 1860. Text nach MEGA¹ III/2, Berlin 1930, Nr. 653, S. 474–475, ohne den Apparat der Herausgeber. [Traducción al español](https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/1860-02-13%20Marx%20a%20Engels).*

13. Februar 1860.

Dear Frederick,

Heute das Buch bekommen. Nichts als Scheiße. Spielerei. Glücklicherweise hat die würdige *Nationalzeitung* in ihren beiden Leitartikeln (Nr. 37 und Nr. 41) grade *alle* Stellen abgedruckt, die **juristisch** faßbar sind, und worin sich die ganze Gemeinheit konzentriert.

Heute (auf Empfang eines zweiten Briefes von Fischel) habe ich sofort an Justizrat *Weber* (ersten Advokaten in Berlin) die Anklageschrift abgeschickt nebst 15 Taler Vorschuß (2 £ 10 sh.). Ich hätte die Sache *gratis* gehabt, wenn ich statt einer Privatverleumdungsklage mich an die Königlich preußische Staatsanwaltschaft gewandt, aber, wie ich Fischel schrieb, ich kann nicht erwarten, daß die Königlich preußische Prokuratur sich „mit besondrem Eifer der Ehre meines Namens annehme“. Außerdem ist die ganze Prozedur sehr billig.

Von den 5 £, die Du mir geschickt, sind also abgegangen 2 £ 10 für Weber, 1 £ heute für den County-court, 5 sh. für Vögele und 2 sh. für die 2 affidavits, die er ausgestellt, außerdem lot von Briefen frankiert. Ich habe heute, eh ich nach der City ging, noch 1 £ von einem Bäcker pumpen müssen, rückzahlbar Mittwoch.

Glücklicherweise hat Urquhart dem Collet einen groben Brief geschrieben, worin er ihn anfährt, daß er mir die printer’s bill geschickt. Das sei (nämlich meine Publikation) eine zu seiner Agitation gehörige Ausgabe. So habe ich *dem* nicht zu zahlen.

*Morgen* habe ich noch *eine Ausgabe*, von der ich noch nicht weiß, wie ich sie bestreiten soll. Nämlich ich muß zu dem Sau-Zimmermann (von *Spandau*, einem Vogtianer, zugleich *Advokat der östreichischen Gesandtschaft*), damit er mir die Form aufsetzt, worin ich *umgehend* dem Weber seine Vollmacht schicken muß. Es ist nämlich keine Zeit zu verlieren, weil in Preußen solche Klagen merkwürdig schnell „verjähren“.

Außer der „Volkszeitung“ hat der Berliner *Publicist* meine Erklärung gebracht; letztrer daneben einen Auszug aus dem englischen Zirkular gegen Blind. Letztres mit Einschluß des Affidavits von Wiehe und Vögele habe ich heute an Louis Blanc und Felix Pyat geschickt.

Die *Köln[ische] Zeit[ung]* und die *N[ational]-Z[eitung]* haben meine Erklärung nicht gebracht.

Herr F. Freiligrath, — den ich merkwürdig (scheinbar wohlwollend) kompromittieren werde — zeigt mir nicht einmal den Empfang der ihm gesandten Sachen an.

Du hast meine letzte wichtige Sendung doch erhalten?

Nachdem ich morgen noch die Sache mit der Vollmacht abgemacht, reise ich Mittwoch (werde Dir vorher noch Notiz geben) nach Manchester ab, wohin ich, abgesehn von unsrer nötigen Zusammenkunft, wegen Roberts muß.

Daß ich total abgebeutelt, hast Du aus vorstehendem ersehn.

Dein K. M.
