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Title: Marx an Engels, London, 23. November 1860
Description: Marx teilt mit, daß seine Frau an den Blattern erkrankt ist, daß er mit Engels’ £ 10 eine Wärterin gemietet hat und die Kinder bei Liebknechts untergebracht sind.
Author: Karl Marx
Date: 1860-11-23
URL: https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/originales/1860-11-23%20Marx%20an%20Engels
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*Brief von Karl Marx an Friedrich Engels in Manchester, London, 23. November 1860. Text nach MEGA¹ III/2, Berlin 1930, Nr. 708, S. 520–521, ohne den Apparat der Herausgeber. [Traducción al español](https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/1860-11-23%20Marx%20a%20Engels).*

23. November 1860.

Lieber Frederick,

Besten Dank für die £ 10 und Navy (famoser Artikel).

Was nun die Krankheit meiner Frau betrifft, so steht es in einer Art besser, in der andern schlechter, als ich wußte. Allen hatte mir nämlich, bis der Charakter der Krankheit dezidiert war, ihre wahre Natur verheimlicht. Gestern ging das nicht mehr. Was meine Frau hat, sind — small pox, und zwar sehr bösartig, obgleich sie zweimal vakziniert. (Du sagst dies *niemand* außer lupus.) Daher brachte Allen auch gleich die Kinder aus dem Haus. Es ist eine scheußliche Krankheit. Sollte Lenchen angesteckt werden, so schicke ich sie gleich ins Spital. Ich selbst habe Krankenwärterdienste (die hauptsächlichen) bis jetzt getan. Da mich das aber zu sehr anstrengt, habe ich heute sofort mit dem Eintreffen der £ 10 eine Wärterin gemietet. Meine Frau befand sich seit vielen Wochen in einem außerordentlich nervösen Zustand, da wir viele troubles hatten, und so hatte sie mehr Empfänglichkeit, in einem Omnibus, Laden oder dergleichen das Gift to catch.

Artikelschreiben ist bei mir beinahe out of question. Die einzige Beschäftigung, wodurch ich die nötige quietness of mind aufrechterhalten kann, ist Mathematik. Ich habe in den letzten Wochen an die *Tribune* de omnibus rebus geschrieben, hauptsächlich Warsaw Congress, state of Poland, Italy, France und Geldmarkt. China noch nichts.

Hast Du den Kolatschek erhalten?

Bordeaux hat der Doktor meiner Frau in schmalen Dosen erlaubt, da sie außerordentlich schwach ist. Die heutige Nacht war furchtbar, und ich fühle mich in der Tat in diesem Augenblick auch sick.

Der Teufel mag wissen, welches Pech wir haben.

Die armen Kinder habe ich bei Liebknechts, die ganz in meiner Nachbarschaft wohnen, und denen ich die victuallers täglich zusende, untergebracht. In die boarding school wollten sie nicht wegen der religious rites.

Salut.

Dein K. M.
