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Title: Marx an Engels, [London,] 14. Oktober 1867
Description: Marx spottet über Juch und Beta, die ihn im Hermann angreifen, und berichtet über Abdrucke seiner Vorrede im Courrier Français und in der belgischen Liberté.
Author: Karl Marx
Date: 1867-10-14
URL: https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/originales/1867-10-14%20Marx%20an%20Engels
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*Brief von Karl Marx an Friedrich Engels in Manchester, [London,] 14. Oktober 1867. Text nach MEGA¹ III/3, Berlin 1930, Nr. 1059, S. 433–434, ohne den Apparat der Herausgeber. [Traducción al español](https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/1867-10-14%20Marx%20a%20Engels).*

14. Oktober 1867.

Lieber Fred,

Aus einliegendem Brief Juchs No. II siehst Du, daß, obgleich Achilles tot ist, Beta immer noch lebt. Der Brief des J[uch] stammt wohl daher, daß Kinkel von B[eta] gelobt wird, jedoch nicht Freiligrath, und daß Betas Artikel auch einige Malicen gegen Juch enthält. Wenn F[reiligrath] und J[uch] sich zusammentun, bringen sie noch nicht einen schlechten Witz fertig. Daher soll ich aufgehetzt werden, der „durch und durch Giftige“, wie Beta mich in seinem Sauwisch nennt, im Artikel: „Die Deutschen in London“, beginnend mit der normännischen Erobrung und endend mit dem schmierigen Jud Bender als der einzigen Menschenblüte in England.

Dies ist jetzt ungefähr das 6. Mal, daß Herr Juch mir seine faden Spalten zum „Selbstlob“ anbietet, für ihn probate Manier, die er mit Blind, Kinkel, Freiligrath, Heintzmann natürlich erfolgreich anwandte. Ich habe ihm nur ein paar Zeilen geschrieben. Und zwar, was Herr Freiligrath *nicht will*. Ich erzähle ihm privatim die Szene, die ich auf Betas „How do you do“ Redaktionslokal, in Begleitung von Ziegenhainer, Freiligrath und unsrem W. Wolff hatte. Um ihm für seine Mühe doch einen schlechten Witz zu geben, sage ich ihm, daß ich dem Kinkel nichts mehr gönne, als das α und ω zu diesem Beta zu sein.

Charakteristisch für Juch: Er schickt mir Paynes Volkskalender, worin das Corpus Delicti (dieser Kalender, wie alle Sauerei in Deutschland, „Gartenlaube“ etc., hat 250000 Abnehmer) nebst obligater Rechnung dafür von 11 d., die ich sofort in mein Antwortschreiben einschloß. Allerdings war er aber wieder auf der Schwelle des Bankruptcy Court und hat sich mühsam durch monatliche Abzahlung von 2 s. 6 d. per £ mit seinen Gläubigern settled.

Was soll ich dem einliegenden Nahmer antworten?

Hat Borkheim Dir den Courr[ier] Franç[ais] mit Übersetzung meiner Vorrede geschickt? Ich frage, weil poor Lafargue jeden Tag auf „Dein Urteil“ lauert. Heute kam die belgische *Liberté*, ditto mit Abdruck der préface, mit sehr „speichelhaftem“ préamble, worin sie die belgische Regierung an meine Expulsion erinnert.

Liebknecht hatte ich schon geantwortet, mußte ihm aber heut wieder schreiben, weil ich heut erst die 2 acts über die „Trades Unions Commission“ erhielt. Deine Winke meinem Brief einverleibt.

Salut. Compliments to Mrs. Burns.

Dein Moro.
