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Title: Marx an Engels, London, 4. Oktober 1868
Description: Marx über die russische Übersetzung des Kapitals, Dietzgens Manuskript, Borkheims Briefwechsel mit Biscamp, eine Notiz gegen Max Hirsch und seine Schulden.
Author: Karl Marx
Date: 1868-10-04
URL: https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/originales/1868-10-04%20Marx%20an%20Engels
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*Brief von Karl Marx an Friedrich Engels in Manchester, London, 4. Oktober 1868. Text nach MEGA¹ III/4, Berlin 1931, Nr. 1189, S. 106–107, ohne den Apparat der Herausgeber. [Traducción al español](https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/1868-10-04%20Marx%20a%20Engels).*

London, 4. Oktober 1868.

Dear Fred,

In dem Paket, das Du gleichzeitig erhalten wirst, befinden sich:

1. Zwei Briefe von *Eichhoff*, der *vergessne* und ein *heute angekommner*;

2. Brief von Liebknecht;

3. Brief von Borkheim;

4. Manuskript und Brief von J. Dietzgen;

5. Brief des Russen Danielson aus Petersburg;

6. Brief von Leßner.

Nun, da die meisten dieser Briefe (die Du mit Ausnahme des Manuskripts zurückschicken mußt) eben erst ankommen, in aller Eile folgendes:

Ad No. 5. Es freut mich natürlich außerordentlich, zu hören, daß mein Buch in *russischer* Übersetzung zu Petersburg erscheint. Ich schicke den Leuten sofort das Gewünschte (soweit ich kann) nach Rücksendung des Briefes Deinerseits.

Ad 4. Lies das Manuskript durch. Meine Ansicht ist, daß J. Dietzgen am besten tut, wenn er seine sämtlichen Gedanken in *2 Druckbogen* zusammenfaßt und sie in seinem Namen als Gerber drucken läßt. Veröffentlich[t] er sie in dem Umfang, den er beabsichtigt, so blamiert er sich durch Mangel an dialektischer Entwicklung und Drehn im Kreise. Schreibe Deine Ansicht nach Durchlesung.

Ad 3. Zur Verständigung über Gaudissarts Brief kurz Folgendes: Er wollte über die panslawistische demokratische Bewegung schreiben; ich gab ihm dazu Deine Aufsätze in N[euer] Rh[einischen] Z[eitung] über Bakunin. Sein Plan, mit *Dir* vor dem Publikum zu erscheinen, fabelhaft; aber es hat keine Eile damit, da er seine 25 Bogen noch lang nicht herausgedrechselt hat.

Zweitens hielt er gewissen brieflichen Verkehr, trotz meiner Warnung, mit Dr. Scheißer, alias Elard Biscamp, aufrecht. Jetzt, nachdem letztrer mich und Internationale direkt in *Weserzeitung* und *Augsburgerin* angegriffen, beabsichtigt er, wie Du siehst, seinen letzten Briefwechsel mit Bisc[amp] bei Liebknecht zu veröffentlichen. Ce brave Gaudissart! In diesen Briefen tritt er als *mein* Patron auf und läßt *sich* von Biscamp schmeicheln. Ich schrieb ihm umgehend, ich müsse mit Händen und Füßen gegen derartiges protestieren. Zu größrer Sicherheit habe ich sofort an *Liebknecht* geschrieben, daß er **unter keinen Umständen** die Korrespondenz Borkheim-Biscamp *drucken darf*.

Ad 1 und 2. Ich habe Liebknecht für seine politische Übersicht ein entrefilet über den M. *Hirsch* (von wegen der „Internationalen“) geschickt, zugleich einige Hiebe gegen den Bisc[amp] als Korrespondenten der *Weserzeitung* und *Augsburger*.

Ad 6. Die 100 £ (davon 35 £ about für Laura) habe ich zur Abzahlung des Dringendsten ausgegeben und nur so viel in der Hand behalten, als nötig ist, um nicht absolut entblößt zu sein. Ich habe ungefähr noch 100 £ Schulden und schicke Dir nächstens einen Zettel mit den Items, damit Du siehst, daß keine nutzlosen Ausgaben meinerseits. Nun erhalte ich heute einliegenden Zettel von Leßner. Seine Frau ist todkrank, und es wäre mir lieb, wenn Du mich befähigtest, etwas ihm abzuzahlen.

In all haste.

Dein K. M.
