---
Title: Marx an Engels, London, 15. Oktober 1868
Description: Marx über die Abreise der Lafargues nach Paris, die Restexemplare der „Misère de la Philosophie“ beim Pariser Verlag Frank, Beeslys Rat für die Rezension des Kapitals und das türkische Wort „bosh“.
Author: Karl Marx
Date: 1868-10-15
URL: https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/originales/1868-10-15%20Marx%20an%20Engels
---


*Brief von Karl Marx an Friedrich Engels in Manchester, London, 15. Oktober 1868. Text nach MEGA¹ III/4, Berlin 1931, Nr. 1195, S. 112–113, ohne den Apparat der Herausgeber. [Traducción al español](https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/1868-10-15%20Marx%20a%20Engels).*

London, 15. Oktober 1868.

Morgen oder Übermorgen reist die family Lafargue ab nach Paris. Es wird dies unsre household expenses sehr vermindern.

Ich habe an A. Frank et Co. in Paris geschrieben. Da ich weiß, daß copies of my Anti-Proudhon von ihm noch *in den letzten Wochen* verkauft wurden, forderte ich in dem Brief Rechnungsablage über die ganze Affäre, reminding Mr. F[rank], daß er und Vogler nur meine agents de vente waren und ich alle Druckkosten zahlte. Ich erhielt darauf vor ein paar Tagen folgende Antwort: „J’ai l’honneur, Monsieur, de vous informer que j’ai racheté la Maison A. Frank le 21 Octobre 1865, *sans actifs et passifs*. — Il y avait à cette époque 92 exemplaires de votre brochure ‚*Misère de la Philosophie*‘ en magasin que je tiens à votre disposition. — Quant à ce qui pourrait vous revenir de solde, il faudra vous adresser soit à Mr. Vogler soit au curateur de la succession de mon prédécesseur, Mr. Bassot, 58 rue de Bondy, Paris, etc. per F. *Vieweg*, propriétaire actuel de la maison A. Frank.“

Ich werde nun dem Lafargue Vollmacht geben, die 92 exemplaires zu holen, die er unter seinen Freunden verkaufen wird. Für den Rest (es waren 1500 exemplaires) gebe ich Schily Vollmacht zu prozedieren. Ich weiß nicht, wo Vogler steckt, aber sein ehmaliger associé Shee hat noch eine librairie zu Brüssel, wo mir eine Handvoll junger Advokaten, zu unsrer Assoziation gehörig, disponibel sind. Es wäre doch schön, wenn ich noch einige Batzen herausschlüge.

Anbei Pack „Social-Demokraten“, worüber (die Trades-Unions-Geschichten betreffend) Du mir gefälligst ein paar Randglossen schreibst, da ich nicht die Zeit hatte, das Zeug durchzulesen. Der Brief an Schw[eitzer] ist abgegangen. Anliegend auch letzte Nummer der „*Lanterne*“ und Broschüre über Plonplon, die von Charras verfaßt sein soll.

Apropos! Ich hatte Zusammenkunft mit Beesly. Der subeditor des Morley (der editor für das scientific departement) erklärte, die Entwicklung sei unwiderleglich. Doch sei der Artikel zu „dry“ für a magazine. B[eesly] fordert mich auf, die Sache zu popularisieren, ohne die scientific points aufzuopfern. Dies ist rather difficult. Doch will ich es versuchen. Vor allem aber will er einen längeren Eingang, worin personalia über my past und den Einfluß des Buchs in Deutschland gegeben. Dies, of course, mußt Du machen. Es hat aber Zeit damit, bis ich Dir den bulk des Artikels schicke. Die ganze Scheiße soll dann in die Westminster Review.

Salut.

Dein K. M.

Hast Du „*A. Slade*: „*Turkey and the Crimean War*“ gelesen? Es scheint, daß „bosh“ türkisches Wort, denn Slade sagt: „bosh lakerdeh“ (empty words).
