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Title: Engels an Marx, Manchester, 1. Juli 1869
Description: Engels feiert seinen ersten freien Tag nach dem Ausscheiden aus dem Geschäft und kommentiert den Krieg zwischen Schweitzer und Liebknecht und eine populäre Darstellung des „Kapitals“.
Author: Friedrich Engels
Date: 1869-07-01
URL: https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/originales/1869-07-01%20Engels%20an%20Marx
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*Brief von Friedrich Engels an Karl Marx in London, Manchester, 1. Juli 1869. Text nach MEGA¹ III/4, Berlin 1931, Nr. 1285, S. 198–199, ohne den Apparat der Herausgeber. [Traducción al español](https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/1869-07-01%20Engels%20a%20Marx).*

Manchester, 1. Juli 1869.

Lieber Mohr,

Hurrah! Heute ist’s mit dem doux commerce am Ende, und ich bin ein freier Mann. Dazu bin ich mit dem teuren Gottfried gestern auch in allen Hauptsachen fertig geworden; er hat durchweg nachgegeben. Tussy und ich haben heute Morgen meinen ersten freien Tag durch einen langen Spaziergang in die Felder gefeiert. Dazu ist mein Auge bedeutend besser und wird mit einiger Schonung wohl bald ganz auf dem Strumpf sein.

Die Bilanz und die Advokaten werden mich wohl noch einige Wochen etwas in Atem halten, aber das ist doch nicht mehr der viele Zeitverlust wie bisher.

Beesly scheint sich wirklich sehr zu bessern. Wenn Du bedenkst, wie viel Respekt er noch an dem Abend, als er bei Dir war, vor der englischen Presse hatte.

Inliegend Eichhoff zurück. Wilh[elm] scheint sich jetzt hinter ihn zu stecken, um Verzeihung zu erlangen. Inzwischen ist ja der Krieg zwischen Schw[eitzer] und Wilh[elm] wieder erklärt und im Allg[emeinen] D[eutschen] A[rbeiter]-V[erein] Rebellion. Aber immer eine gute Zumutung, *wir* sollen Partei für Wilh[elm] und die Volkspartei ergreifen. Dem Wilh[elm] wäre Lektüre des Manifests über die Stellung der Arbeiterpartei zu empfehlen, wenn Lektüre oder sonst etwas hülfe! Ich bin sehr begierig auf den Verlauf dieses Krakeels, der jedenfalls einigen heitern Klatsch liefern wird. Die Schw[eitzer]sche Zumutung an seine Bande, sich wie eine Herde Schafe verschachern zu lassen, war wirklich kolossal.

Ich setze voraus, daß Du die 2. Notenhälften am Montag erhalten hast.

Die irischen Members haben sich bei dem Mooreschen Antrag wieder miserabel benommen und Herr Bruce sich wieder heiter blamiert.

Nach Eichhoffs Mitteilung ist es mir sehr fraglich geworden, ob an Meißner wegen der Popularisierung aus Deinem Buch überhaupt zu schreiben ist. Was denkst Du davon? Jedenfalls, wenn 5/gr. Bücher schon nicht ziehen, so ist 8 à 10 sgr. noch weniger verbreitbar. Hier könnte nur ein Broschürchen von 1—2 Bogen à 2½ sgr. helfen, und das ist eine Arbeit zu machen, und würde nichts für Meißner sein. Was hältst Du davon? Oder willst Du’s für persönliche Absprache vorbehalten, da Du doch jedenfalls Meißner in Deutschland besuchst?

Jenny ist wohl nach der Seeseite mit ihren edlen Monroes?

Beste Grüße von Allen an Alle.

Dein F. E.
