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Title: Marx an Engels, Hannover, 25. September 1869
Description: Marx berichtet aus Hannover über die Krankheit des kleinen Lafargue, seine Reise durch Belgien und das Rheinland, die Notwendigkeit, gegen die Pfaffen vorzugehen, und Liebknechts Plan, den „Bauernkrieg“ neu zu drucken.
Author: Karl Marx
Date: 1869-09-25
URL: https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/originales/1869-09-25%20Marx%20an%20Engels
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*Brief von Karl Marx an Friedrich Engels in Manchester, Hannover, 25. September 1869. Text nach MEGA¹ III/4, Berlin 1931, Nr. 1308, S. 226–227, ohne den Apparat der Herausgeber. [Traducción al español](https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/1869-09-25%20Marx%20a%20Engels).*

Hannover, 25. September 1869.

Lieber Fred,

Ich habe heute zwei unangenehme Nachrichten vom Haus erhalten. Der kleine Schnappi befindet sich sehr schlecht und hat während unsrer kurzen Abwesenheit 1½ Pfund Gewicht verloren. Kugelmann besteht darauf — und schreibt heut in diesem Sinn nach London —, daß Dr. West in London, berühmter Kinderarzt, und wie er glaubt, Professor an Lafargues Hospital (St. Bartholomeus) konsultiert werde. — Zweitens, Laure wieder in interesting circumstances, was für sie selbst und Lafargue gleich pechvoll ist.

Wir sind seit 8 Tagen hier. Wir hielten uns einige Tage in Belgien (Bruges und Lüttich) auf, dann nach Köln. Von da Besuch bei Denker Dietzgen in Siegburg. Von da nach Bonn, von da mit Dampfschiff nach Mainz. Diese Fahrt entzückte Jennychen. Leider getrübt durch zudringlichen Gast. In Bonn hatte ich Abends Hagen besucht. Nicht zu Haus. Kömmt den folgenden Morgen im Augenblick unsrer Abreise. Unter dem Vorwand, uns bis Rolandseck zu begleiten, bleibt er uns auf dem Hals bis Mainz. In Mainz brachten wir einen Tag bei Stumpf zu, der allerliebste Familie hat (Tochter und Schwester). Bei der Gelegenheit Abstecher nach Wiesbaden. Ems ausgelassen. Einen Tag in Aachen bei Karl Philips.

Bei dieser Tour durch Belgien, Aufenthalt in Aachen und Fahrt den Rhein herauf habe ich mich überzeugt, daß energisch, speziell in den katholischen Gegenden, gegen die Pfaffen losgegangen werden muß. Ich werde in diesem Sinn durch die Internationale wirken. Die Hunde kokettieren (z. B. Bischof Ketteler in Mainz, die Pfaffen auf dem Düsseldorfer Kongreß usw.), wo es passend scheint, mit der Arbeiterfrage. Wir haben in der Tat 1848 für sie gearbeitet, nur sie genossen die Früchte der Revolution während der Reaktionszeit.

Überall, wo ich durchkam, wußte man nichts von meinem „L[ouis] Bonaparte“. Ich habe Meißner keineswegs artige Noten über diesen Punkt zukommen lassen. Bisher hat er nicht geantwortet.

Liebknecht hat mir wieder geschrieben wegen Deines Bauernkriegs, der als Propagandaschrift gedruckt werden soll. Da diesmal die Sache unter den Auspizien der Eisenacher Zentralbehörde erscheint, so rate ich Dir, die nötigen Korrekturen zu machen und *die Sache ohne weiteres einzuschicken*. Da ich in ein paar Tagen wohl Rendezvous mit Wilhelm haben werde, so schreib mir *umgehend* über Deine intentions.

Feuerbach hat in ähnlichem Sinn — mutatis mutandis — wie Ruge über mein Buch an Kapp in New York geschrieben, der die Sache wieder unsrem Meyer zu St. Louis mitgeteilt hat.

Jennychen hat noch keinen ordre de retour von ihren employers erhalten. Die Sache ist öklich. Einerseits ist es schwer, so rasch hier fortzukommen. Andrerseits tut die change dem guten Kind sehr wohl. Sie sieht ganz brilliant aus.

Herzlichste Grüße an Mrs. Burns und Tussychen.

Salut.

Dein K. M.
