---
Title: Engels an Marx, Ramsgate, 3. September 1873
Description: Engels gratuliert zur Geburt von Jennys erstem Kind, spottet über die Genfer und bietet an, nach der Trennung von Lafargue mit Le Moussu und Moore dessen Patent zu verwerten.
Author: Friedrich Engels
Date: 1873-09-03
URL: https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/originales/1873-09-03%20Engels%20an%20Marx
---


*Brief von Friedrich Engels an Karl Marx in London, Ramsgate, 3. September 1873. Text nach MEGA¹ III/4, Berlin 1931, Nr. 1431, S. 404–405, ohne den Apparat der Herausgeber. [Traducción al español](https://marxismo.school/archivo/marx-engels/cartas/1873-09-03%20Engels%20a%20Marx).*

Ramsgate, 3. September 1873.

Lieber Mohr,

Heute Morgen den Brief Deiner Frau erhalten, wonach Jenny glücklich drüber weg. Wir gratulieren herzlich. Bei so einem ersten Ereignis hat man immer einigen Grund zur Besorgnis und ist doppelt froh, wenn es glücklich abgelaufen.

Die Genfer sind reine Philister. Also wegen der Möglichkeit, daß des sections jurassiennes wieder zutreten, soll Alles umgeworfen werden! Ich bin überzeugt, sie sind schon jetzt am Mogeln mit den Andern und voll Kompromißsehnsucht — wären wir gegangen, hätten wir vielleicht schon Alles abgemacht vorgefunden. Einem solchen Kongreß kann der vertrauliche Generalratsbericht schwerlich in extenso mitgeteilt werden. Übrigens fangen die Andern auch ziemlich elend an, mit 30 Mann!

Dem Le Moussu hatte ich 2 von einander unabhängige Dinge zugesagt:

1. ihm unter allen Umständen die £ 23 für sein Patent vorzuschießen —,

2. für den Fall, daß er von Lafargue im Stiche gelassen würde, oder dieser sich freiwillig zurückzöge, oder sonst die Trennung in einer Form vor sich gehn würde, die mir dies Laf[argue] gegenüber erlaube — mit ihm und Moore auf ähnlicher Basis wie sie mit L[afargue] standen, zu verhandeln. Aus Deinem Brief scheint zu folgen, daß die Trennung in der Art erfolgt ist, daß Laf[argue] mir nichts vorwerfen kann, wenn ich bei Le M[oussu] eintrete und ihn ersetze. Wenn dies richtig — und *Deine Ansicht darüber genügt mir vollkommen* —, so könnten Moore und Le Moussu den Abend, wo ich wegen Andrews dort sein muß, zu mir kommen, und wir über den Kasus sprechen. Sollte er aber das Geld wegen des Patents *sofort* haben müssen, so muß er’s mich sofort wissen lassen, ich müßte dann gleich nach London es ihm besorgen.

Meinen Glückwunsch zu Deinem narrow escape. Leider lassen sich dergleichen Krampfanfälle nicht mit einiger Sicherheit produzieren, der Himbeeressig und selbst solidere Körper hätten Dir hundertmal in die Luftröhre geraten können, ohne diese Symptome hervorzurufen.

An Hepner ist geschrieben.

Willst Du Obiges dem Le M[oussu] mitteilen, falls Du der Ansicht bist, daß ich es Laf[argue] gegenüber mit gutem Gewissen tun kann? Wohlverstanden, meine Offerte bezieht sich nur auf die Stellung, die Laf[argue] bei „Moore & Le Moussu“ einnahm, auf die andre Geschichte — die große Druckerei — wäre jedenfalls *vorläufig* schon aus kommerziellen Gründen zu verzichten —, es wird genug zu tun sein, fürs Erste wenigstens, das Patent selbst zu exploitieren. Ich werde dies Alles explizieren, wenn ich komme.

Lizzie und ich lassen die ganze Familie bestens grüßen. Ich hoffe, Andrews hat Euch auch Titel, Inhaltsanzeige und *Umschlag* geschickt? Auf letzterem ganz unten, klein zu setzen: *Prix 2 sh.*

Dein F. E.
