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Title: Gedicht aus dem Jahre 1836
Description: Jugendgedicht des fünfzehnjährigen Engels über die Gestalten der Dichtung und der Sage, von Tell bis Don Quixote.
Author: Friedrich Engels
Date: 1836
URL: https://marxismo.school/archivo/marx-engels/originales/1836%20Gedicht%20aus%20dem%20Jahre%201836
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*Jugendgedicht, von Engels mit einer Zeichnung versehen; erstmals als Faksimile veröffentlicht in: Die Internationale, Berlin, Jg. 2, Heft 26, 1. Dezember 1920. Text nach Karl Marx/Friedrich Engels, Historisch-kritische Gesamtausgabe, Erste Abteilung, Band 2, Berlin 1930, S. 464, ohne den Apparat der Herausgeber. [Traducción al español](https://marxismo.school/archivo/marx-engels/1836%20Poema%20de%201836).*

Mir dämmert in der Ferne  
so manches holde Bild,  
Wie durch die Wolken Sterne  
leuchten zart und mild.

Sie nahn sich — ich erkenne  
schon ihre Gestalt,  
den *Tell* seh ich, den Schützen,  
*Siegfried*, den Drachen ungestalt,  
Mir nahet *Faust* der Trotzge,  
*Achilles* tritt hervor,  
*Bouillon* der edle Degen  
mit seiner Ritter Chor,  
Es naht — lacht nicht, — Brüder,  
*Don Quixote* der Held,  
Der auf dem edlen Rosse  
Durchzieht die weite Welt.

So kommen sie und schwinden  
Wie sie vorüber ziehn;  
Kannst Du sie binden?  
Hemmen ihr schnelles Fliehn?

Oft mögen sie Dir erscheinen,  
Der holden Dichtung Gebild,  
Daß sie die Sorgen zerstreuen,  
Wie sie Dir nahn so mild!
