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Title: Anton Gladbach (1849)
Description: Notiz der Neuen Rheinischen Zeitung über das gerichtliche Verhör des Abgeordneten Anton Gladbach wegen der Steuerverweigerung und Aufruf, ihn bei der Nachwahl in Deutz in die Kammer zu wählen.
Author: Karl Marx
Date: 1849-02-17
URL: https://marxismo.school/archivo/marx-engels/originales/1849%20Anton%20Gladbach
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*Ohne Unterschrift erschienen in der* Neue Rheinische Zeitung *Nr. 224 vom 17. Februar 1849 (Köln), S. 3; nach der MEGA² (I/8) von Karl Marx. Text nach dem Original der Zeitung (Digitalisat der USB Köln). [Traducción al español](https://marxismo.school/archivo/marx-engels/1849%20Anton%20Gladbach)*

\* *Köln*, 16. Febr. Gestern erschien Hr. *Gladbach*, Abgeordneter zur aufgelösten Nationalversammlung, vor dem Instruktionsrichter beim hiesigen Landgericht. Die Untersuchung gegen ihn und die übrigen Abgeordneten erstreckt sich auf *fünf* verschiedene Punkte. Gladbach wurde namentlich befragt: ob er an dem Beschlusse wegen der Steuerverweigerung Theil genommen; ob er Aufforderungen zu seiner Vollziehung verbreitet, und an wen er sie geschickt; und endlich: wer von den Abgeordneten dabei besonders thätig gewesen sei!

Gladbach verweigerte natürlich jede gerichtliche Auslassung über Angelegenheiten, die sich auf seine Thätigkeit als Abgeordneter bezögen, aufs Entschiedenste.

Wir sind begierig zu sehen, ob man wagen wird, einen so monströsen Prozeß vor rheinische Geschworne zu bringen.

Wir bemerken bei dieser Gelegenheit, daß, wie wir aus guter Quelle hören, Hr. Aldenhoven die Wahl in Neuß angenommen und auf die in den Kreisen Mülheim und Köln (Landkreis) verzichtet hat. In diesem Falle wird — wahrscheinlich am 22. d. — in Deutz eine neue Wahl stattfinden. Wir wiederholen: die Ehre der beiden Kreise erfordert, daß sie jetzt *Gladbach* nach Berlin senden und zwar mit möglichst großer Majorität. Gladbach, einer der talentvollsten, entschiedensten und selbst für die schaamloseste Contrerevolution unangreifbarsten Steuerverweigerer, darf um keinen Preis in der Kammer fehlen. Wir fordern alle freisinnigen Wahlmänner auf, für Gladbach, und für keinen Andern zu stimmen.
