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Title: Kommentar zur Erklärung der äußersten Linken der Frankfurter Nationalversammlung vom 20. April 1849
Description: Frankfurter Nachricht in der Neuen Rheinischen Zeitung vom 27. April 1849: die äußerste Linke trennt sich vom Märzverein; die Zeitung bemerkt, daß Alles gleichgültig ist, was in Frankfurt gethan wird.
Author: Friedrich Engels
Date: 1849-04-27
URL: https://marxismo.school/archivo/marx-engels/originales/1849%20Kommentar%20zur%20Erkl%C3%A4rung%20der%20%C3%A4u%C3%9Fersten%20Linken%20der%20Frankfurter%20Nationalversammlung%20vom%2020.%20April%201849
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*Ohne Unterschrift erschienen in der* Neue Rheinische Zeitung *Nr. 283 vom 27. April 1849 (Köln), S. 3, Rubrik „Deutschland“; nach der MEGA² (I/9) von Friedrich Engels. Text nach dem Original der Zeitung (Digitalisat der USB Köln). [Traducción al español](https://marxismo.school/archivo/marx-engels/1849%20Comentario%20a%20la%20declaraci%C3%B3n%20de%20la%20extrema%20izquierda%20de%20la%20Asamblea%20Nacional%20de%20Fr%C3%A1ncfort%20del%2020%20de%20abril%20de%201849)*

\* *Frankfurt.* Die äußerste Linke hat an alle mit dem Märzverein alliirten Vereine folgende Erklärung erlassen:

Die äußerste Linke der deutschen Nationalversammlung hat aus der bisherigen Wirksamkeit des Märzvereins die Ueberzeugung gewonnen, daß einerseits dieser Verein durch sein Bestreben, mittelst Verbindung verschiedener Elemente eine Vermittelung zwischen entgegenstehenden politischen Parteien herbeizuführen, die Entschiedenheit der demokratischen Partei zu gefährden und die entschlossene konsequente Durchführung demokratischer Grundsätze zu erschweren drohe, und daß andererseits dieser Verein wenig Gewähr für die Thatkraft biete, mit welcher in der gegenwärtigen Gefahr des Vaterlandes der Kampf für die Souveränetät der Nation allein mit Erfolg geführt werden kann. Es sind deßhalb diejenigen Mitglieder der äußersten Linken, welche dem Märzvereine angehörten, aus demselben ausgeschieden. Indem wir die Vereine hiervon in Kenntniß setzen, bemerken wir zugleich, daß wir mit den demokratischen Centralausschüssen in Verbindung getreten sind, um eine den jetzigen Verhältnissen entsprechende wirksame Centralisation aller Vereine, welche demokratisch-republikanische Zwecke verfolgen, von hier aus zu bewerkstelligen.

Frankfurt a. M., 20. April 1849.

Die äußerste Linke der deutschen Nationalversammlung (Klub Donnersberg).

Berger aus Wien. Brentano aus Mannheim, in Baden. Culmann aus Zweibrücken, in Rheinbaiern. Damm aus Rheinbischofsheim, in Baden. Dietsch aus Annaberg, in Sachsen. A. Erbe aus Altenburg. W. Hofbauer aus Nordhausen, in Preußen. Hönniger aus Rudolstadt. Junghaus aus Mosbach, in Baden. Marek aus Graz, in Steiermark. Martini aus Friedland, in Westpreußen. Dr Mohr aus Oberingelheim, in Rheinhessen. Peter aus Konstanz, in Baden. Reichard aus Speyer in der Pfalz. Reinhard aus Boitzenburg, in Mecklenburg. Richter aus Achern, in Baden. Rühl aus Hanau, in Kurhessen. Schlöffel aus Halbendorf, in Schlesien. Schlutter aus S. Altenburg. Schmidt aus Löwenberg, in Schlesien. N. Schmitt aus Kaiserslautern, in der Pfalz. Fr. Schüler aus Zweibrücken. Fr. Schütz aus Mainz. Titus aus Bamberg, in Franken. Werner aus Oberkirch, in Baiern. Dr. A. Wiesner aus Wien. Würth aus Sigmaringen.

Man sieht, daß L. Simon von Trier, Zimmermann, Piepmeyer, Fröbel u. s. w. nicht mehr der äußersten Linken angehören. Wir werden die Namen der Abgefallenen nächstens geben. Es soll uns freuen, wenn die sogenannte äußerste Linke jetzt endlich entschieden auftritt und sich von allen parlamentarischen Illusionen, Phrasen und Rücksichten lossagt. Doch sind auch jetzt unsere Hoffnungen nicht zu groß und es ist nur gut, daß im Grunde Alles vollständig gleichgültig ist, was in Frankfurt gethan wird, oder nicht gethan wird.
