Karl Marx an Joseph Weydemeyer in New York, [London], 16. Januar 1852. Bruchstück: Franz Mehring zitierte den Brief auszugsweise in „Neue Beiträge zur Biographie von Karl Marx und Friedrich Engels“, Die Neue Zeit, 25. Jg., 2. Bd. (Stuttgart 1907), S. 100; hier ohne Mehrings Zwischenbemerkungen. Vorher schrieb Marx nach Mehring, er sei seit vierzehn Tagen zum erstenmal aufgestanden und könne die Fortsetzung des Artikels über Bonaparte nicht senden. Den Punkt 2 druckte Mehring mit kleinen Abweichungen auch in „Freiligrath und Marx in ihrem Briefwechsel“ (Ergänzungsheft Nr. 12 zur Neuen Zeit, 1912), S. 15 („ein Lob, das ich nur wenigen zuteilen möchte“). Übersetzung ins Spanische
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Ich ersuche Dich nun, 1. laß dies Gedicht sorgfältig abdrucken; die Stanzen durch gehörige Zwischenräume getrennt und das Ganze so, daß Du den Raum nicht sparst. Die Gedichte verlieren sehr, wenn sie eng aneinander gekeilt abgedruckt werden. 2. Schreib an Freiligrath einen freundlichen Brief. Du brauchst selbst mit den Komplimenten nicht zu ängstlich zu sein, denn die Poeten sind alle, plus ou moins, selbst die Besten, des courtisanes, et il faut les cajoler, pour les faire chanter. Unser Freiligrath ist der liebenswürdigste, anspruchsloseste Mann im Privatleben, der unter seiner wirklichen Bonhomie un esprit très fin et très railleur verbirgt und bei dem der Pathos wahr ist, ohne ihn deshalb unkritisch und abergläubig zu machen. Er ist ein wirklicher Revolutionär und ein durch und durch ehrlicher Mann, ein Lob, das ich wenigen zuteilen möchte. Nichtsdestoweniger bedarf ein Poet, er mag als homme sein, was er will, des Beifalls, der admiration. Ich glaube, daß das im Genre selbst liegt. Ich sage Dir dies alles bloß, um Dich darauf aufmerksam zu machen, daß Du in Deinem Briefwechsel mit Freiligrath nicht vergessen sollst den Unterschied zwischen Dichter und Kritiker. Es ist übrigens sehr liebenswürdig von ihm, daß er seinen poetischen Brief direkt an Dich adressiert. Ich glaube, daß dies Dir Relief in New York geben wird. […]