Brief von Karl Marx an Friedrich Engels in Manchester, London, 22. Mai 1854. Text nach MEGA¹ III/2, Berlin 1930, Nr. 311, S. 33, ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.
- Mai 1854. 28, Deanstreet, Soho, London.
Lieber Engels,
Es war gut, daß Du Samstag nicht kamst. Meine Geschichte — jetzt vierzehn Tage alt — hatte die Krise erreicht. Ich konnte wenig sprechen, und selbst das Lachen tut mir weh von wegen großer Eiterbeule zwischen Nase und Mund, die heute morgen wenigstens auf ganz raisonnable Dimensionen reduziert. Auch sind die gewaltsam angeschwollnen Lippen wieder annähernd auf ihren frühern Umfang reduziert etc., kurz alle Symptome baldiger Besserung da. Der Teufel soll solche Sch— vierzehn Tage am Kopfe durchmachen. Da hört aller Witz auf. In den letzten acht Tagen mußte ich Lesen und Rauchen total aufgeben und heute warte ich auf Freund, um zu erfahren, ob versuchsweise wieder eine Zigarre geraucht werden kann.
Zur Vermehrung des Pechs seit Freitag (Donnerstag nacht) alle drei Kinder die Masern, so daß das Haus in wahres Lazarett verwandelt.
Einliegend Cluß. Untergang der Reform eklig.
Ich verlasse mich darauf, daß Du noch diese ganze Woche den amerikanischen Dienst für mich tust, da ich zum Schreiben noch total inkapabel und schon £ 6 durch diese Sch— verloren, was sehr bitter ist. Ich erwarte ein paar Zeilen von Dir in der Zwischenzeit.
Einliegenden Brief bloß Lupus mitzuteilen. Heise scheint die Mission zu haben, Dich in Manchester zu kompromittieren. Nimm Dich mit dem Kerl in acht.
Dein K. M.