Friedrich Engels an seine Schwester Marie in Barmen, Bremen 1839, 23. Mai. Nach: Marx/Engels, Gesamtausgabe (MEGA¹), Abt. I, Bd. 2, Berlin 1930, S. 586-587. Traducción al español
Br., 23. Mai 1839.
Liebe Marie!
Ich reite Dir jetzt alle Sonntage mit R. Roth in die weite Welt, vorigen Montag waren wir in Vegesack und Blumenthal, und wie wir eben die berühmte Bremer Schweiz besehen wollten (das ist ein ganz kleiner Strich Land mit kleinen Sandhügeln), kam ein ganz ungeheurer Heerrauch wie eine Wolke heran, und in 5 Minuten war es fast ganz dunkel, daß wir die sogenannte schöne Aussicht gar nicht genießen konnten. — Aber am zweiten Pfingsten, dann ist hier ein Leben! All das Volk geht heraus, in Bremen ist es totenstill, aber vor den Toren, Zug an Zug, Wagen, Reiter und Fußgänger. Und ein Staub, das ist was Entsetzliches. Denn die Chausseen liegen alle voll Sand, wohl eine halbe Elle hoch, und der geht natürlich all’ in die Höhe. Eben kommt ein Makler herein, der heißt Jan Krusbecker, den will ich Dir malen.
So sieht er präzis aus, hat Augen wie Raketen, ein immer ganz wehmütig-lächelndes Air. — Adieu.
Dein Bruder
Friedrich.