Brief von Friedrich Engels an Karl Marx in London, [Manchester], 27. Februar 1851. Text nach MEGA¹ III/1, Berlin 1929, Nr. 71, S. 164-165, ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.
Lieber Marx,
Gestern abend zwölf Uhr, als ich nach Hause kam und Deinen Brief mit der Erzählung der Infamie gegen Schr[amm] und P[ieper] vorfand, schickte ich Dir sofort einen Brief für H[arney]. Du wirst diesem Brief, der unsichern Handschrift, der pathetischen Entrüstung, dem polternden und stolpernden Gedankengang und der nicht sehr großen Harmonie des Ganzen angesehn haben, daß er unter dem Einflusse einiger Gläser starken Rumpunsches abgefaßt war, die ich den Abend ausnahmsweise zu mir genommen hatte, und ihn daher nicht abgeschickt haben. In fact, ich war so wütend, daß ich nicht hätte zu Bett gehn können, ohne ihn abzuschicken, und so rannte ich, mehr um mich selbst zu beruhigen, als in der Absicht, dem H[arney] meine Meinung schleunigst zukommen zu lassen, noch um ein Uhr auf die Post. Du wirst den Brief heute gegen Mittag bekommen haben, und da heute vor Abend keine Post ist, so war es mir unmöglich, einen zweiten Brief vor dem gegenwärtigen abzuschicken. Ich schließe Dir nun einen verbesserten Brief an H[arney] bei, den Du ihm zustellen willst, wenn Du, wie ich hoffe, den ersten noch nicht spediert hast.
Briefe adressiere mir zukünftig wie folgt:
Alle Briefe, die Du vor sechs Uhr abends auf das Charing Cross Office, oder vor einhalb sechs auf die Nebenbureaus besorgst, aufs Comptoir (E[rmen] & E[ngels]). Ich habe sie den Morgen um zehn.
Alle Briefe, die Du nach sechs Uhr abends noch aufgibst, nach Great Duciestreet. Ich habe sie den nächsten Abend um sechs Uhr, während ich sie auf dem Comptoir erst den nächsten Morgen haben würde.
Hühnerb[ein] schrieb mir dieser Tage. Mirbach ist glücklich durchgebrannt und geht von Paris seiner Frau nach nach Athen.
Dein F. E.
Donnerstag, 27. Februar 1851.