Brief von Karl Marx an Friedrich Engels in Manchester, London, 19. April 1854. Text nach MEGA¹ III/2, Berlin 1930, Nr. 301, S. 17–18, ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.
April 19. 1854. 28, Deanstreet, Soho, London.
Lieber Frederic,
Aus dem einliegenden Brief von Cluß ersiehst Du einerseits Herrn Schimmelpfennigs Bewunderung Deiner Militaria, die mir auf die Kappe kommt; andrerseits seine schlauen kritischen Bedenken.
Wenn der heutige Bericht (in der Times) Gortshakoffs und der Bericht der nordischen Biene über die manoeuvres an der zirkassischen Küste Dir Gelegenheit geben, mir einen letter für die Tribune zu liefern, so kannst Du einige anonyme Hiebe auf Schimmelpfennigs Ansicht, die übrigens sehr viel gehört wird, fallen lassen.
Was bedeutet es, daß die Times plötzlich Halt gegen das Ministerium (quant à la guerre) macht?
Aus den Ausschnitten der amerikanischen Zeitungen siehst Du — was ich gestern auf private Weg bestätigt hörte —, daß das „Centralcommitte“ bedeutende Gelder seit sechs Monaten zur Verfügung hatte. Aus dem Brief des Kargers — Famulus von Ledru[-Rollin] — im Pionier, die Illusionen, die Ledru[-Rollin], und mit ihm die ganze orthodoxe Emigration, sich über die Bedeutung und Zukunft desselben Ledru[-Rollin] macht.
Von teutscher Seite ist mit ihm verabredet, daß, sobald er Chan von Frankreich wird, er eine französische Armee — aber unter deutschem Befehl Ruge-Blind-Gögg — nach Deutschland einmarschieren läßt.
Einliegend auch eine Karte von Konstantinopel, die vielleicht Interesse für Dich hat.
Schily ist nach Paris, mit obrigkeitlicher Erlaubnis. Er wird dort, Cornelius hier, das „Haus“ repräsentieren.
Bangya ist in Erzeroum, Oberst, versteht sich, heißt Mehmed Bey, hat sich beschneiden lassen und den Koran akzeptiert. Vielleicht als Spion dem General Guyon zur Seite gestellt.
Das Wetter ist verdammt schön. Schade, daß man es nicht besser exploitieren kann.
Nach Brief, gestern von Trier, wird Edgar auf ein halb Jahr zum Besuch von Texas nach London und Deutschland kommen.
Dein K. M.
Ich sehe, daß der Brief zu dick wird, schicke darum die Zeitungsauszüge erst in meinem nächsten letter.