Brief von Friedrich Engels an Karl Marx in London, St. Helier (Jersey), 19. Oktober 1857. Text nach MEGA¹ III/2, Berlin 1930, Nr. 462, S. 231–232, ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.

3, Edward Place, Jersey, 19. Oktober 1857

Lieber Marx,

Hierbei die balance der alten Unterlassungssünden, sowie die Originalnotizen über Armada; ich konnte einige Namen nicht genau lesen, die Du suchen mußt auszufüllen. Ich gehe jetzt an die history of Cannon.

Schramm scheint mir etwas schlimmer zu werden, doch wechselt sein Zustand von Tage zu Tage. Er hat jetzt den ihm von seinem Bruder zugeschickten Philister Berger da, der in demselben Hause eine Wohnung genommen hat und dem er englischen Unterricht gibt; ein alter preußischer Schweinigel, der Zoten ohne Witz von all dem Berliner Hofpack erzählt, que le diable l’emporte. Friend Harney hab ich seit acht Tagen nicht gesehn, er ist schrecklich dumm und fühlt sich höchst comfortable in seiner Spießbürgerrolle hier, obwohl er offenbar selbst bei seinem Paper unter der Zensur des Besitzers steht. Er erwartet natürlich, daß früher oder später die englischen Arbeiter einmal irgend etwas machen, aber das werde durchaus nichts Chartistisches sein, und überhaupt ist das bloß theoretische Phrase bei ihm, und es wäre ihm sicher sehr unangenehm, aus seiner kleinen spießbürgerlichen Agitation hier aufgestört zu werden. He is very busy, but busy doing nothing. Sein Freund, der Grocer, der den französischen Spion geprügelt hatte, ist zu £ 5 verurteilt worden.

Ich werde neben der history of Cannon noch einige der kleineren Sachen abmachen und Dir von Zeit zu Zeit zuschicken, damit Dana sieht, daß die Sache im Gange bleibt. Schick mir aber auch die paar Notizen, wegen deren ich Dir schrieb, und die Liste der militärischen Artikel für D. Du hast doch den Brief erhalten mit der Kopie der Liste für C und den später gesandten Artikel Military Bridges?

Ich habe stark vor, in vierzehn Tagen wieder nach Manchester zu gehn. Die Geschäftsverhältnisse dort haben eine sehr eklige Wendung genommen, und es ist von Wichtigkeit, daß ich dort bin. Dabei geht die Gesundheit gut; gestern war ich sieben Stunden zu Pferd, auch hab’ ich der Tugend den Abschied gegeben.

Dein F. E.