Karl Marx an Ferdinand Lassalle in Berlin, London, 2. Februar 1859. Text nach: Gustav Mayer (Hrsg.), Ferdinand Lassalle. Nachgelassene Briefe und Schriften, Bd. III: Der Briefwechsel zwischen Lassalle und Marx (Stuttgart und Berlin 1922), Nr. 58, S. 140-141, nach einer Abschrift, ohne die Anmerkungen des Herausgebers. Übersetzung ins Spanische

London, 9 Grafton terrace, Maitlandpark, Haverstockhill, 2. Februar 1859.

Lieber Lassalle!

Das Manuskript ging ab von hier am 26. Januar und am 31. Januar war hier schon die Anzeige zurück von Berlin, daß das Manuskript angekommen. Die Paketgesellschaft erhielt diese Anzeige von ihrem Korrespondenten. Andrerseits ist Dein Brief, datiert vom 31. Januar, worin Du die Nichtankunft der Manuskripts anzeigst. Unter allen Umständen also hat die preußische Regierung — vielleicht Freund Stieber — drei Tage das Manuskript durchgestöbert. Soviel ich weiß, hatten sie gesetzlich nur zu sehen, ob Brüsseler Spitzen in dem Paket waren, um die anderen Pakete sich nicht zu kümmern. Wer steht mir dafür, daß sich ein Unterbeamter nicht den Spaß gemacht hat, ein oder zwei Seiten als Fidibus zu verbrauchen.

In ihrem eigenen Interesse setze ich voraus, daß die preußische Regierung keine false steps mit meinem Manuskript gemacht. Sonst würde ich in der Londoner Presse (Zürich etc.) ein Ungewitter von Teufel veranstalten.

Ich schreibe Dir einen wirklichen Brief, morgen oder übermorgen. Dies ist nur eine Geschäftsanzeige und die Post drängt.

Dein Schreiben „by the by“ hat mir außerordentlich gefallen.

Beste Grüße von meiner Frau, die sich einbildet, seit der Verabschiedung ihres cher frère könne man wenigstens Manuskript sicher nach Berlin schicken.

Salut

Dein K. Marx.

Es ist möglich, daß ich eine englische Bearbeitung gleich der ersten Hefte zustand bringe. Duncker muß auf das Titelblatt setzen: „The author reserves to himself the right of translation.“