Brief von Karl Marx an Friedrich Engels in Manchester, [London,] 6. November 1861. Text nach MEGA¹ III/3, Berlin 1930, Nr. 752, S. 43–44, ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.
- November 1861.
Lieber Frederick,
Du entschuldigst, wenn ich nicht früher den Empfang der 5 £ angezeigt, ditto des Weins. Für beides besten Dank. Ich war grade in diesen Tagen sehr beschäftigt und hatte außerdem viel häuslichen bother.
Die Tribune hat wieder einen Artikel von mir an der Spitze ihres Blatts als „most interesting“ angezeigt. Sonderbare Manier dieser Yankees, ihren eignen correspondents testimonia zu erteilen.
Von meiner Alten erhielt ich gestern Antwort. Nichts als „zärtliche“ Redensarten, but no cash. Außerdem teilt sie mir mit, was ich längst wußte, daß sie 75 Jahr alt ist und manche Gebresten des Alters fühlt.
Ich habe bisher auch vergeblich versucht, einen loan hier aufzutreiben. Die Bürgen, die ich stellen konnte, waren, wie mir übrigens vorher schwante, nicht respektabel genug. Manche Kerls hatten in der Art mehr Glück. Z. B. lumpacius Beta erhielt in einer loan Gesellschaft 50 £ auf die Bürgschaft des Herrn — Edgar Bauer!
Die russische Wirtschaft in Polen ist nicht übel. Nicht minder hübsch die gests und exploits des schönen Wilhelm.
Du wirst vielleicht aus den deutschen oder auch aus einigen englischen Blättern ersehn haben, mit welcher konsequenten Zudringlichkeit Bürger und Staatsmann Blind sich zum deutschen Mazzini — „entfaltet“.
Apropos! Von Holland erhielt ich während Deiner Abwesenheit avis, daß die Bücher von Lassalle nicht bei meinem Vetter eingetroffen. Du bist wohl so gut Dich darüber zu erkunden.
Schreib bald, da in dieser für mich noch sehr krisenvollen Zwischenperiode Deine Briefe besondres Bedürfnis.
Du kannst gelegentlich einmal mir einen Bericht über die Armstrongkontroverse für die „Presse“ schreiben?
Salut.
Dein K. M.