Brief von Friedrich Engels an Karl Marx in London, Manchester, 12. Dezember 1867. Text nach MEGA¹ III/3, Berlin 1930, Nr. 1084, S. 462, ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.

Manchester, 12. Dezember 1867.

Lieber Mohr,

Seit Sonntag große Extravorstellung von Zahnschmerzen, Grippe, sore throat, Fieber und allerlei andern Unannehmlichkeiten bei mir, erst seit heut Morgen bin ich wieder arbeitsfähig und werde heute Abend den Mayerschwaben vornehmen nach Deinem Rezept, was — einige übertriebne Gründlichkeit abgerechnet, die das Ding auf die 3fache Länge bringen würde — sehr hübsch ist.

Bürgers geht ad acta. Die Ironie des Schicksals wollte, daß die Einleitung des ihm von K[ugelmann] zugesandten Artikels ihm als durchgefallnen Düsseldorfer Reichstagskandidat schwer auf den Puckel brennen mußte. Ich spreche darin ganz naiv von dem Faktum, daß man die sozialdemokratische Partei nicht mehr mit Stillschweigen behandeln dürfe, seit sie im Reichstag vertreten sei, und daß diese Herren dies Buch zu ihrer Bibel machen würden. Dies schickt K[ugelmann] mit üblichem Takt an Heinrich. Hinc illae lacrimae! Ich hatte das ganz vergessen, und erst Heinrichs Rührschreiben, das dies alles ganz ernsthaft nimmt, rief’s mir wieder ins Gedächtnis.

Sehr gut die Geschichte mit der Zukunft. Schreib mir, wenn es erscheint, ich kann ohne den größten Zeitverlust nicht der Zukunft in der Schilleranstalt täglich nachgehn.

Kug[elmann] wird täglich naiver. Bucher — warum nicht gleich an Bismarck? Was er im Brief an Dich vom 3. Dezember von einem an mich beigelegten Brief von Meißner sagt, versteh ich nicht, oder hab’ ich vergessen.

Inliegend 1. 2 Briefe von Kugelmann an Dich retour,

  1. 1 ditto „ „ mich und 1 von Stumpf an Kugelmann.
  2. Der Brief von Siebel.

Postschluß. Grüße die Damen und Lafargue bestens.

Dein F. E.