Brief von Karl Marx an Friedrich Engels in Manchester, [London,] 14. Dezember 1867. Text nach MEGA¹ III/3, Berlin 1930, Nr. 1085, S. 463, ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.
- Dezember 1867.
Dear Fred,
Dieser letzte Fenianexploit in Clerkenwell ist eine große Dummheit. Die Londoner Massen, die viel Sympathie mit Irland gezeigt haben, werden dadurch wild gemacht und der Regierungspartei in die Arme geworfen. Man kann nicht erwarten, daß die Londoner Proletarier sich zu Ehren von Fenian emissaries in die Luft sprengen lassen. Es hängt überhaupt eine Fatalität an solcher geheimen, melodramatischen Verschwörungsart.
Ich habe Montag das Geld erhalten und Borkheim seine 45 £ nebst 1 £ 1 s. für inquiry fees zurückgezahlt.
Kannst Du mir den Gefallen tun, bei Ernest Jones anzufragen, wie man sich am passendsten in London civiliter verheiratet, in Doctor’s Commons oder wo? Anfang April soll nämlich Laura heiraten. Da dies nicht kirchlich geschieht, war ursprünglich bezweckt, daß die Heirat in Paris vor sich gehe. Dies ist aber weitläufig. Ich müßte meine Identität dort beweisen und könnte bei der Gelegenheit der Polizei zu bekannt vorkommen. Andrerseits will meine Frau, daß die Zivilheirat, wenn in London, möglichst geheim geschehe, da sie das Geschwätz unter den englischen Bekannten nicht will. Frage auch den Jones, wie es sich mit der Einwilligung der Eltern Lafargues verhält? Ob sie zuvor vom Gesandten (etwa englischen?) in Paris kontrasigniert sein muß? Ich weiß, daß in England die Formalität nicht nötig ist. Sie ist aber unerläßlich, damit die Ehe auch nach französischem Gesetz gültig sei. Es darf daher keine Formalität in dieser Hinsicht vernachlässigt werden.
Wie verhält es sich mit den Zeugen in England?
Von „Zukunft“ noch nichts. Das Schlimme ist das kleine Format dieser Blätter, namentlich zu einer Zeit, wo der Kammerkannegießer die Spalten füllt.
Unser Freund Stumpf ist offenbar sehr konfus im Koppe.
Einliegend Siebel zurück. Mit dem Lange irrt er sich. Der muß das Buch „kaufen“ und hat es sicher schon lange gekauft.
Das Quid pro quo mit Heinrich ist in der Tat sehr amüsant.
Salut.
Dein K. Mohr.