Brief von Karl Marx an Friedrich Engels in Manchester, [London,] 25. Januar 1868. Text nach MEGA¹ III/4, Berlin 1931, Nr. 1100, S. 15–16, ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.

  1. Januar 1868.

Dear Fred,

Ich bin gestern zum erstenmal wieder ausgegangen, und in 1—2 Tagen wird die Narbe verheilt sein. Ich bin natürlich noch schwachmatig nach dieser starken Attacke.

Ich hoffe, Dein Unwohlsein ist nur momentane Folge der Spreewoche. Jedenfalls mußt Du nicht mir zulieb oder für any body or thing else Deine Gesundheitspflege vernachlässigen.

In der Saturday Review von letzter Woche ist eine Notiz über mein Buch erschienen. Ich habe sie noch nicht gesehn und weiß auch nicht, von wem sie ist. Borkheim hat mir das fact mitgeteilt.

Was den Liebknecht angeht, so muß man ihn nicht weiter poussieren. Dieser Jüngling — wie er schon früher einmal zu London zeigte — liebt es sehr, den „Protektor“ zu spielen. Dies zeigt auch sein letzter Brief an Dich. Er kommt sich sehr wichtig vor und au cas de besoin nous ferons notre petit bonhomme de chemin sans lui et malgré lui. Welche Großmut, daß er die Vorrede abdruckt, die fast alle Blätter vor Monaten gedruckt haben! Und daß er auch veranlaßt hat, 2 copies meines Buches resp. an Contzen und den Redakteur der Volkszeitung zu schicken! To show him the cold shoulder ist das Beste. Im übrigen glaube ich, daß er noch nicht 15 Seiten des Buchs gelesen hat. Noch nach Jahresfrist hatte er seinerzeit den „Herrn Vogt“ nicht gelesen, der doch nicht zu schwere Lektüre war. Sein Motto ist: Lehren, aber nicht Lernen.

Was die „Lassalleaner“ angeht, so behandle ich erst im II. Band die Trades Unions, Cooperative societies usw. Ich glaube daher, daß nur dann in bezug auf „L[assalle]“ jetzt schon vorzugehn, wenn unmittelbarer Anlaß sich dazu bietet.

Über die Art, die Wiener zu bearbeiten, schreibe ich Dir nächstens, wenn mein Kopp wieder all right ist.

Die einliegenden Briefe von Kugelmann und Kertbeny schickst Du gefälligst zurück. Ich habe noch nicht geantwortet. Der große Coppel noch nicht hier.

Es wäre meinem jetzigen Zustand nützlich, wenn Du mir eine Sendung Deines mehr fullflavoured Claret (auch some Hock oder Mosel) zukommen ließest.

Der Pole Card hat aus Genf geschrieben, als französischer Übersetzer sich angeboten, scheint Buchhändler in Genf zu haben. Ich habe seinen Brief durch meine Frau an Schily schicken lassen, damit dieser ihn in Paris benutzt, um dort die Sache zu poussieren. Card paßt absolut nicht, nur dazu, den Moses zu schrecken.

Ich werde 2—3 Wochen noch absolut nicht arbeiten (i. e. schreiben), höchstens lesen und sobald die Wunden ganz verheilt (einstweilen, I think only for one or two days, scheuert und irritiert sich noch der faule Fleck beim Gehn) sehr viel laufen. Es wäre fatal, wenn noch ein 3. Ungetüm ausbräche.

Und nun salut my dear boy.

Dein K. Marx.