Brief von Friedrich Engels an Karl Marx in Ramsgate, Eastbourne, 26. August 1879. Text nach MEGA¹ III/4, Berlin 1931, Nr. 1487, S. 491–492, ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.

Eastbourne, 26. August 1879.

Lieber Mohr,

Endlich Deinen Brief erhalten und damit die sichre Adresse, die ich benutze, Dir den ganzen Kohl ad vocem Parteiorgan zu schicken. Da ich Hirschs wegen die Antwort an Höchb[erg] nicht aufschieben konnte, so hab ich ihm beiliegende paar Zeilen geschrieben, die ihn auch nicht erbauen werden.

Aus Bebels Brief siehst Du, daß er ganz dieselben Argumente enthält, die Liebknecht in seinem letzten Brief anwendet. Es geht daraus hervor, daß L[iebknecht] ihm meinen letzten Brief nicht gezeigt hat, obwohl ich ihm dies ausdrücklich auftrug. Ich denke nun, sobald Du mir den Kram nach London zurückschickst, Bebel 1. zu beauftragen, sich diesen Brief zeigen zu lassen, damit er sieht, daß diese Redensarten alle schon beantwortet sind, 2. ihm die Widersprüche der verschiednen an C. Hirsch geschriebnen Briefe nebeneinander zu stellen, damit er sieht, welche Sauerei sie wieder mit ihrer gemütlichen Manier angerichtet haben. Wenn das in der gehörigen Form geschieht, ist Bebel, glaub’ ich, ganz der Mann, das weiter zu benutzen. Ich werde natürlich den Brief sowohl Dir wie auch Hirsch, cujus res agitur, zur Begutachtung vorher einschicken.

Es hat uns Alle sehr gefreut zu hören, daß es Jenny gut geht. Ganz Deiner Ansicht, daß sie, wenn irgend möglich, fortfährt, das Kind selbst zu stillen, die Schule dran gibt und den bother mit nurses und servant endlich los wird, dessen Grundsuppe doch ihre fortwährende gezwungne Abwesenheit vom Hause war. Du und Deine Frau, Ihr müßt so lange an der See bleiben, wie nur irgend möglich, Ihr habt beide viel nachzuholen und solltet nicht zurückkommen, bis Dein Kopf und ihre Verdauungsorgane sich wieder herbeigelassen haben, etwas normal zu arbeiten. Es ist ja jetzt auch gar kein Grund mehr zu eilen, und das Wetter wird ebenfalls nach und nach, wenn auch nicht brillant und konstant, doch anständiger variabel als noch vor Kurzem. Bei Euch scheint’s grade so zu sein wie hier, Jollymeier wäre all right, hätte er 8 Tage beharrlichen Sonnenschein.

Ich hoffe, Tussy auch in durch das Seebad gebesserter Gesundheit wiederzufinden. Hättest Du uns nur geschrieben, sie hätte Samstag herkommen und bis übermorgen hier baden können! Aber so erfuhr ich erst Sonntag Morgen von Lafargues, daß Du in R[amsgate] und gar nicht, wo sie war.

Übrigens bin ich mit meinen 3 Wochen Seebad noch gar nicht zufrieden, ich ruminiere noch allerhand Pläne, wenn Jollymeyer, dem London wahrscheinlich mehr gut tun wird als die See, erst wieder etwas marschfähig wird. Was meinst Du, wenn wir Drei in ca. 14—18 Tagen, weather permitting, das Ewig-Weibliche einmal auf eine 8—14 Tage abschüttelten und irgendwohin gingen bachelor spielen?

Beste Grüße von Allen an Alle.

Dein F. E.