Korrespondenz «Berlin, 25. November», von Marx redigiert nach einem Brief Herweghs; erschienen in der Rheinischen Zeitung Nr. 333 vom 29. November 1842. Text nach Karl Marx/Friedrich Engels, Historisch-kritische Gesamtausgabe, Erste Abteilung, Band 1, Erster Halbband, Frankfurt am Main 1927, S. 309, ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.
+ Berlin, 25. Nov. Die „Elberfelder Zeitung“ und aus ihr die „Didaskalia“ enthalten die Nachricht, daß Herwegh die Gesellschaft der „Freien“ besucht, dieselbe aber unter aller Kritik befunden habe. Herwegh hat diese Gesellschaft nicht besucht, sie also weder unter noch über der Kritik finden können. Herwegh und Ruge fanden, daß die „Freien“ durch ihre politische Romantik, Geniesucht und Renommage die Sache und die Partei der Freiheit kompromittieren, was auch offen erklärt wurde und vielleicht Anstoß gegeben haben mag. Wenn Herwegh also die Gesellschaft der Freien, die einzeln meistens treffliche Leute sind, nicht besucht hat, so geschah es nicht, weil er etwa eine andere Sache verficht, sondern es geschah lediglich darum, weil er die Frivolität, die Berlinerei in der Art des Auftretens, die platte Nachäfferei der franz. Klubs, als ein Mann, der auch von franz. Autoritäten frei sein will, haßt und lächerlich findet. Der Skandal, die Polissonnerie müssen laut und entschlossen in einer Zeit desavouiert werden, die ernste, männliche und gehaltene Charaktere für die Erkämpfung ihrer erhabenen Zwecke verlangt.