Brief von Friedrich Engels an Karl Marx in London, [Manchester], 24. August 1853. Text nach MEGA¹ III/1, Berlin 1929, Nr. 267, S. 493, ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.
Lieber Marx,
Morgen, wenn irgend möglich, schick ich Geld. Dein Brief kam Samstag zu spät, um noch etwas zu machen, diese Woche hatte ich allerlei Historien, morgen geht’s besser denk ich, und der alte Buchhalter ist avertiert.
Der Kleine war am Samstag hier. Daß er geklatscht hatte, war mir klar von dem Moment, wo er an Borchardt schrieb. Er hatte diesem den höchst blamablen Brief Lupi geschickt, worin dieser sich direkt und sehr ernsthaft an die „mildtätige Hand“ der Bradforder Juden wendet. C’était une lettre à la brûler de suite und Borchardt schickte sofort großmütigst ein Pfund Almosen für L[upus], übrigens in sehr anständiger Form, which he could very well afford, da dies ihn von allen seinen Verpflichtungen entband. Ich muß gestehn, dieser Brief von Lupus hat mich sehr fatal berührt, noch fataler aber die Taktlosigkeit des Kleinen, ihn dem B[orchardt] in die Finger zu geben. Ich wusch ihm übrigens gehörig den Kopf darüber.
Enfin c’est fait. Laß Lupus, wenn er nach L[iverpool] geht, nur ja direkt hierher kommen, womöglich auf einen Freitag, ich werde dann ein Rendezvous mit dem Kleinen veranstalten. Wenn Lupus, wie Dr[onke] vorhatte, erst nach Bradford kommt, so entwickelt sich der cancan nur noch mehr.
Daß Jacobi nach Amerika will, weißt Du. Der Kerl ist doch trop mou und macht selbst auf die Philister den Eindruck eines hilflosen Menschen. Ich glaub nicht, daß er je Praxis kriegt, so sehr er danach schmachtet. Dabei muß man immer lachen, wenn man bedenkt, daß der Kerl noch Jungfer ist.
Dein F. E.
Mittwoch, 24. August 1853.