Brief von Friedrich Engels an Karl Marx in London, Manchester, 7, Southgate, 10. August 1858. Text nach MEGA¹ III/2, Berlin 1930, Nr. 536, S. 335, ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.

Manchester, 7, Southgate, 10. August 1858.

Lieber Mohr,

Seit gestern wieder im Geschäft. Übrigens war ich nicht krank, sondern bloß verwundet, surgically, die Wunde ist auch noch nicht ganz geheilt, der Zweck aber erreicht. Vor nächster Woche werd ich keinenfalls imstande sein, einen Tribune-Artikel zu machen.

Wie ist’s mit der Appleton-Geschichte? Du wolltest mir einmal zwei Briefe aus Amerika beilegen, aber hast es vergessen — bezogen sie sich darauf? Ich werde in vierzehn Tagen wohl ins Seebad gehn, und da könnte einiges dafür geschanzt werden.

Der Brief von Ephraim ist in der Tat wunderbar. Wie kann ein Mensch so dumm sein, so etwas schwarz auf weiß aus der Hand zu geben. Das heißt sich doch zum Narren stempeln à perpétuité.

Lupus und ich gratulieren den beiden Mädchen zu ihren Erfolgen von ganzem Herzen. Der Alte war sehr fidel darüber. Mit seinem Bein hapert’s noch immer. Borchardt hat die Geschichte unbedingt falsch behandelt, und Lupus hat durch übertriebnen Pflichteifer und überflüssiges Marschieren sich erst recht verdorben. Die Sache kann später weitere, wenn auch nicht ernsthafte, doch unangenehme Folgen haben. Er war in Buxton und später in Devonshire, wo er wieder schrecklich in schlechten Hotels ausgestanden hat, nichts zu saufen bekam und kolossal geprellt wurde.

Deiner Frau geht’s hoffentlich jetzt auch besser. Der Schneider kann die Hälfte im Oktober bekommen.

Dein F. E.