Brief von Karl Marx an Friedrich Engels in Manchester, [London], 27. Mai [1859]. Text nach MEGA¹ III/2, Berlin 1930, Nr. 590, S. 394–395, ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.
- Mai.
Lieber Engels,
£ 5 erhalten.
Du mußt Deine war-articles colour a little more, da Du für a general newspaper schreibst, nicht für eine wissenschaftliche Militärzeitung. Etwas mehr Deskriptives und Individuelles ist ja leicht aus dem Timeskorrespondent etc. hereinzuwerfen. Ich kann das nicht dazwischentun, da sonst Ungleichheit im Stil hereinkommt. Der Dana schreibt uns sonst den größten Blödsinn auf eigne Faust.
Ich schicke Dir heut probeweis zwei Nummern (die letzten) der „Presse“, damit Du siehst, ob Du das paper brauchen kannst.
Gestern abend um sieben Uhr kam Herr Liebknecht mit sechs Zeilen für „Das Volk“, nachdem er durch sein Nichterscheinen (und der Esel unternimmt immer allerlei) die ganze Setzerei in disorder gebracht, wie Biskamp mir sagt. Ich hatte dem Vieh exakt gesagt, was aus Deiner Broschüre noch abgedruckt werden sollte. Statt dessen will er daraus einen leader machen, den er natürlich nicht fertig brachte. Bürgers redivivus, aber much worse, da B[ürgers] wenigstens zur Attacke in Vereinen zu brauchen war.
Nach meiner Ansicht ist Garibaldi absichtlich in eine Position geschickt, worin er kaputt gehn soll.
Im Gegensatz zu Kossuth, der nebst Klapka den „Konstantin“ als russischen König von Ungarn schon „anerkannt“ hat, benimmt sich Mazzini (wohl eine größre Autorität in italienischem Patriotismus als Herr Lassalle) sehr brav. Ich werde seine letzte Schlußnummer des „Pensiero ed Azione“ aufzutreiben suchen. Schicke mir Deinen letzten Po und Rhein für Mazzini. Ich werde ein paar Begleitungsworte dazu schreiben, oder schreib Du sie lieber.
Salut.
Dein K. M.
Heute wieder nichts von Berlin. Also sechzehn Tage, um die Druckfehler der drei letzten Bogen zu korrigieren!