Karl Marx an Ferdinand Freiligrath, London, umgehend nach Freiligraths Brief vom 28. November 1859 (undatiert; neuere Ausgaben: um den 30. November). Text nach Franz Mehring, Freiligrath und Marx in ihrem Briefwechsel (Ergänzungshefte zur Neuen Zeit, Nr. 12, Stuttgart 1912, S. 35). Mehrings eingeklammerte Übersetzungen der Fremdwörter sind weggelassen. Übersetzung ins Spanische

Lieber Freiligrath! Weder bin ich Liebknechts Briefsteller noch sein Attorney. Indes werde ich ihm Abschrift des auf ihn bezüglichen Teils Deines Briefes zustellen. Die einen Augenblick beabsichtigte Erklärung habe ich unterlassen, eingedenk des odi profanum vulgus et arceo.

Die Erklärung war allerdings gegen Beta, aber eben deshalb, wie Du aus dem summary ersehen, zugleich über Dich. Schon deshalb gab ich Dir Notiz davon, von der Intimität abgesehen, worin Deine und Betas Familien in seinem opusculum erscheinen.

Es ist Dir unangenehm, Deinen Namen in die Vogtsche Angelegenheit eingemischt zu sehen. Ich frage den Teufel nach Vogt und seinen infamen Lügen im Bieler „Handelskurier“, aber ich will meinen Namen nicht als Maske für demokratische Schlauköpfe hergeben. Ist jemand gezwungen, Zeugen aufzurufen, so weißt Du, daß kein anderer sich „verbitten“ kann, als Zeuge zitiert zu werden. Nach älterem englischen Rechtsusus konnten restive witnesses — horribile dictu sogar zu Tode gehetzt werden.

Was schließlich Parteirücksichten betrifft, so bin ich gewohnt, in der Presse für die ganze Partei mit Kot beworfen zu werden und meine Privatinteressen beständig von Parteiinteressen beschädigt zu sehen, andererseits ebenso gewohnt, auf keine Privatrücksichten gegen mich zu rechnen.

Salut. Dein K. M.