Brief von Friedrich Engels an Karl Marx in London, Manchester, 28. Februar 1862. Text nach MEGA¹ III/3, Berlin 1930, Nr. 763, S. 55–56, ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.
Manchester, 28. Februar 1862.
Lieber Mohr,
Ich schicke heute eine Kiste an Dich ab, carriage paid, enthaltend:
8 Flaschen Bordeaux,
4 Flaschen 1846er alten Rheinwein,
2 Flaschen Sherry.
Port habe ich keinen, der für den Fall paßt. Ich hoffe, er wird Jenny gut tun. Das arme Kind! Übrigens denke ich, die Sache hat nichts zu bedeuten. Sie ist stark gewachsen, und mit Pflege und Bewegung wird sie wohl wieder zu Kräften kommen.
Die zwei Pfund für den Koller schaffe ich Dir morgen oder Montag.
Ich verbrauche in diesem Jahr mehr als mein Einkommen. Die Krisis affiziert uns sehr, wir haben gar keine Aufträge und werden von nächster Woche an bloß halbe Zeit arbeiten lassen. Dabei muß ich dem Dronke in 4 Wochen die £ 50 anschaffen und im Lauf der nächsten Woche ein Jahr Miete in meiner Wohnung zahlen; ich ziehe aus; die verdammte Sara hat mir heute Morgen das Geld aus der Rocktasche gestohlen. Adressiere also nichts mehr nach Thorncliffe Grove. Ich lebe jetzt fast ganz bei der Mary, um möglichst wenig Geld auszugeben; leider kann ich ohne lodgings nicht abkommen, sonst zög’ ich ganz zu ihr. Ich habe noch keine neue Wohnung und muß gehn, mir eine suchen. Schreib bald wieder, wie es geht. Was macht die Tribune?
Willst Du einen militärischen Artikel über Amerika für die Presse?
Die Nummern der Free Press, die mir fehlen, sind Oktober— Februar 1861/62.
Grüße Deine Frau und die Mädchen bestens
Dein F. E.