Brief von Friedrich Engels an Karl Marx in London, Manchester, 6. Januar 1868. Text nach MEGA¹ III/4, Berlin 1931, Nr. 1091, S. 3–4, ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.

Manchester, 6. Januar 1868.

Lieber Mohr,

Wenn Du den Arsenik nicht willst, so tu doch irgend etwas Andres, so kann das nicht fortgehn. Hast Du in der letzten Zeit einmal Allen oder einen andern Arzt konsultiert? Gumpert traf ich neulich nicht zu Hause, werde aber auch bei der ersten Gelegenheit mit ihm sprechen.

Den Beobachter sowie die 2 Urquharts hast Du nicht geschickt. Dagegen hat Kugelmann mir heute den Beobachter und den Würtemberg[ischen] Staatsanzeiger geschickt (letzteren schicke ich Dir und werde bei Rückempfang ihn an Meißner schicken, falls Du ihn nicht direkt schickst). Daß diese beiden papers angebissen haben, ist kostbar. Ich werde K[ugelmann] nun auch etwas für den Schwäbischen Merkur zurechtmachen.

Schorlemmer wird Dir die Auskunft aus den letzten Jahresberichten zusammenstellen. Das Buch von Fraas war ihm unbekannt.

In Paris ist ein Naturforscher aufgetaucht, der sich Chmoulevitch nennt (Schmulsohn!). Das schlägt ja den Ephraim Gescheit.

In dem ersten Heft des östreichischen offiziellen Generalstabsberichts über den Krieg 1866 kommt nach dem Beweis, daß Östreichs militärische Organisation für einen gleichzeitigen Krieg mit Preußen und Italien nicht eingerichtet war, folgende naive Stelle: Es wäre unter diesen Umständen wohl die Sache der auswärtigen Politik des Staats gewesen, diesen vor einem solchen Kriege zu bewahren!

Aus dem preußischen 2. Heft geht ganz deutlich hervor, daß am 28. und noch mehr am 29. Abends Benedek im Stande war, die vereinzelten Kolonnen des Kronprinzen mit Übermacht anzugreifen und fast die absolute Gewißheit hatte, ihn in die Berge zurückzuwerfen und ihm sein Geschütz abzunehmen. Der Esel tat’s nicht und verlor die Campagne.

Salut.

Dein F. E.