Brief von Friedrich Engels an Karl Marx in London, Manchester, 13. März 1870. Text nach MEGA¹ III/4, Berlin 1931, Nr. 1350, S. 291–292, ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.

Manchester, 13. März 1870.

Lieber Mohr,

Mr. J. Williams hat allerdings einen famosen und wohlverdienten Erfolg. Die Finte der Mars[eillaise], den Brief als Original abzudrucken, hat die ganze englische Presse hineingeritten und endlich auch den Irishman gezwungen, der Mars[eillaise] und der Internationale gegenüber seine Schuld anzuerkennen. Das Totschweigen ist am Ende, und Mr. Bruce — obwohl er in der Sau-Daily News den O’D[onovan] R[ossa] nochmals als „ordinary convict and nothing else“ hinstellen läßt — wird doch wahrscheinlich in seiner Beantwortung der bevorstehenden Interpellation einen ganz andern Ton anschlagen. Bravo Jenny! Lizzie ist Dir noch besonders verbunden für die Artikel der Internationale, die ihr ungeheuer zugesagt haben.

Die inliegenden beiden Briefe sind mir aus Solingen zugekommen. Ich hatte den p. p. Moll als vermeintlichen Bruder von Jupp und altes Bundesmitglied per Du angeredet, daher die Intimität. Du siehst auch, wir sind bereits der Mythenbildung verfallen. Ich weiß weder etwas von der, sehr bekneipt aussehenden, Geschichte von Schapper noch von der mit meinem Alten. Mein Alter würde sich schön gehütet haben, mich Arbeitslohn oder sonst etwas auszahlen zu lassen, dazu konnte ich ihm lange nicht richtig genug rechnen. Da ich den Leuten nächstens antworten muß, kannst Du mir wohl sagen, ob Du inzwischen etwas wegen Menke gehört hast.

Ich war die ganze Woche auf dem Sprung, abreisen zu müssen wegen meiner Mutter, es geht aber glücklicher Weise besser.

Folgende Stelle ist hinreichend, um die ganze lange Landbill des sanften Gladstone als reinen Scheißdreck zu bezeichnen:

„The leases in question (wie sie nämlich jetzt in Irland von den Landlords den Tenants hie und da gegeben werden) are quite as precarious as tenancies at will. They have no efficacy whatever in removing the sense of insecurity. A lease to be of any avail for that purpose, should, save in the particulars of subdividing and subletting, be free and unfettered — above all, it should put no obstacle to the sale of the tenant’s interest. But modern leases are the reverse of this — they are encumbered with clauses and covenants prescribing the mode of cultivation and the disposal of the produce, negatively and affirmatively regulating the action of the tenant and entirely forbidding the essential power of free alienation. Every line in these documents may without much exaggeration be said to contain a legal pitfall for the unwary and there are few, indeed, if any, who can escape the effect of the last clause with which they wind up, making void the lease in case of the breach of any of the foregoing covenants. Such leases afford no security. They are quite as precarious and more dangerous than tenancies at will.“

Und wer sagt dies: Mr. Gallwey, Agent (!!) of the Kenmare Estate, at the Killarney Board of guardians, November 4, 1869. Der Kenmare Estate gehört aber dem Marquis of Lansdowne, dessen Generalagent für alle seine irischen Estates Ehren-„Reality“ Trench ist! Also eine bessere Autorität nicht zu wünschen. Und diese Leases sind die Kontrakte by which, after the passing of this bill, every Irish tenant is to be held bound nach dem edlen Gladstone.

Habt Ihr Nachricht von Lafargues?

Beste Grüße an Euch Alle.

Dein F. E.