Geschrieben in englischer Sprache in der ersten Februarhälfte 1864; erschienen im „Manchester Guardian“ vom 16. Februar 1864. Der englische Text ist in keiner freien Quelle zugänglich; hier der deutsche Text nach Karl Marx/Friedrich Engels, Werke, Bd. 15, Berlin 1961, S. 578-580 (aus dem Englischen), ohne den Apparat der Herausgeber. Traducción al español.

An den Redakteur des "Manchester Guardian"

Sir, es sind höchst absurde Berichte im Umlauf über die relative Stärke der kämpfenden Armeen im Dänischen Krieg. Es wird allgemein angenommen, daß im Verhältnis ein Däne auf mindestens drei Deutsche komme, die Deutschen also zahlenmäßig überlegen seien. Um zu zeigen, wie wenig das mit den Tatsachen übereinstimmt, schlage ich vor, eine detaillierte Aufstellung über die Stärke jeder Armee zu bringen, wenigstens soweit es die Infanterie betrifft; denn über die Kavallerie und Artillerie präzise Informationen zu erhalten, wäre gegenwärtig sehr schwer.

Vor dem Ausbruch der Feindseligkeiten hatten die Dänen folgende Truppen in Schleswig:

Bataillone
Erste Division: Kommandeur Generalleutnant Gerlach:
1. Brigade, 2. und 22. Infanterieregiment4
2. Brigade, 3. und 18. Infanterieregiment4
3. Brigade, 17. und 19. Infanterieregiment4
Zweite Division; Generalmajor Du Plat:
4. Brigade, 4. und 6. Infanterieregiment4
5. Brigade, 7. und 12. Infanterieregiment4
6. Brigade, 5. und 10. Infanterieregiment4
Dritte Division: Generalmajor Steinmann:
7. Brigade, 1. und 11. Infanterieregiment4
8. Brigade, 9. und 20. Infanterieregiment4
9. Brigade, 16. und 21. Infanterieregiment
Insgesamt Bataillone36
oder bei 800 Mann je Bataillon (die volle Stärke ist 870 Soldaten und Offiziere), sagen wir28.800 Mann
Kavallerie, 4½, Regimenter zu 560 Mann2.500 Mann
Artillerie, ungefähr3.000 Mann
Gesamte dänische Streitmacht34.300 Mann

Nicht einberechnet sind dabei mehrere Linien- und Reservebataillone, die in den ersten Februartagen nach Schleswig geschickt wurden, über die jedoch keine Einzelheiten zu erfahren sind.

Die Österreicher haben das 6. Armeekorps zum Kriegsschauplatz geschickt, das aus folgenden Truppen besteht:

Bataillone
Brigade des Generals Gondrecourt:
Infanterieregiment König von Preußen3
Infanterieregiment Freiherr Martini3
Feldjäger-Bataillon Nr. 181
Brigade des Generals Nostitz:
Infanterieregiment König der Belgier3
Infanterieregiment Großherzog von Hessen3
Feldjäger-Bataillon Nr. 91
Brigade des Generals Tomas:
Infanterieregiment Graf Coronini3
Infanterieregiment Prinz Holstein3
ein Jäger-Bataillon, Nummer nicht angegeben1
Brigade des Generals Dormus:
Zwei Infanterieregimenter und ein Bataillon Feldjäger, Nummern und Namen nicht angegeben7
Insgesamt Bataillone28
oder 800 Mann je Bataillon (was für die gegenwärtige Organisation der österreichischen Armee hoch geschätzt ist)22.400 Mann
Kavallerie, etwa2.000 Mann
Artillerie, etwa2.600 Mann
Insgesamt etwa27.000 Mann

Die Preußen haben das folgende Kontingent entsandt:

1. Das kombinierte Armeekorps des Prinzen Friedrich Karl:
Sechste Division:Bataillone
11. Brigade, 20. und 60. Regiment6
12. Brigade, 24. und 64. Regiment6
Außerdem das 35. leichte Infanterieregiment3
Dreizehnte Division:
25. Brigade, 13. und 53. Regiment6
26. Brigade, 15. und 55. Regiment6
7. Jäger-Bataillon1
2. Gardedivision, General Mülbe:
1. Brigade, 3. und 4. Garde zu Fuß6
2. Brigade, 3. und 4. Gardegrenadiere6
Gardejäger1
41
oder 800 Mann je Bataillon32.800 Mann
Kavallerie3.000 Mann
Artillerie3.000 Mann
38.800 Mann
Mit den Österreichern27.000 Mann
Gesamtstärke der Verbündeten65.800 Mann

Das sind weniger als zwei Soldaten der Verbündeten auf einen Dänen. Wenn die Stärke der dänischen Verteidigung beim Dannevirke, bei Düppel und bei Fredericia in Betracht gezogen wird, ist eine solche zahlenmäßige Überlegenheit nicht größer als man benötigt, um den Erfolg zu sichern. Es ist fast genau das gleiche Verhältnis des Übergewichts, wie es Wellington und Blücher 1815 über Napoleon hatten.

F. E.